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Ägypten siegt gegen Australien - Salah weint vor Elfer-Glück

Sport

Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Die Tore in der regulären Spielzeit erzielten Emam Ashour (13. Minute) für Ägypten und Mohamed Hany per Eigentor (55.). Dann gewann Ägypten das Elfmeterschießen, unter anderem traf Salah als dritter Schütze mit einem Panenka. Nach Ägyptens erstem K.o.-Sieg seiner WM-Geschichte sagte er unter Tränen: "Das ist ein historischer Moment. Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt: Das ist die größte Bühne, auf der ihr in eurem Leben spielen könnt. Also genießt es einfach." Ashour schockt starke Australier In der Vorrunde hatte sich Australien überraschend gegen die Türkei durchgesetzt, aber nach dem Auftaktsieg nicht mehr glänzen können. Doch zu Beginn des Sechzehntelfinals war das anders, die "Socceroos" hatten einen starken Start und wären für den auch beinahe belohnt worden. Cristian Volpato bekam den Ball, drehte sich schnell und schoss direkt aus 23 Metern, der Rechtsaußen hatte aber Pech, dass sein starker Versuch auf die Latte ging (5.). Auch danach war Australien besser, aber dann sorgte eine Standardsituation dafür, dass die Partie ein wenig auf den Kopf gestellt wurde. Ashours Schuss nach einem kurz ausgeführten Freistoß wurde zunächst geblockt, doch seine Kollegen setzten nach und schließlich verwandelte wieder Ashour per Kopf eine tolle Flanke am zweiten Pfosten (13.). Australien fand nach dieser Aktion erstmal nicht zurück ins Spiel. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gab es wieder kleinere Gelegenheiten. Der Schuss von Aziz Behich war von Oufa Shobeir aber leicht abzuwehren (35.) und ein Schlenzer von Volpato ging deutlich vorbei (45.+2). Dramatische Minuten für Ägyptens Hany Deutlich enger wurde es unmittelbar nach der Pause, als Omar Marmoush nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff frei vor Australiens Torhüter Patrick Beach auftauchte - er schob den Ball jedoch am Tor vorbei (46.). Auf der anderen Seite verpasste auch Connor Metcalfe eine gute Gelegenheit zum Ausgleich (48.). Dabei kam es zur Kollision mit Mohamed Hany, der kurzzeitig regungslos am Boden lag, sich nach der Behandlungspause aber berappeln und weiterspielen konnte. Doch es wurde noch unglücklicher für den Linksverteidiger. Wie beim ägyptischen Führungstreffer gab es Freistoß für Australien und die Flanke von der linken Seite landete auf dem Kopf von Hany, dem ein Eigentor unterlief (55.). Und das war nicht nur wegen der aktuellen Situation tragisch, sondern auch, weil er bereits ein Eigentor gegen Belgien (1:1) erzielt hatte. Hany ist der erste Spieler, dem dieses "Kunststück" bei einem WM-Turnier unterlaufen ist. Ägypten vergibt kurz vor Schluss den Sieg Der Unglücksrabe und seine Mannschaft fingen sich danach aber und so entwickelte sich ein echtes Kampfspiel mit vielen Zweikämpfen, hohen Bällen und wenig Fußball. Besonders der größte Künstler auf dem Platz litt darunter, Mohamed Salah war über die gesamte Spieldistanz wirkungslos geblieben und hatte keine auffällige gute Aktion. Dafür war Rami Rabia kurz vor Schluss ganz nah am Siegtreffer, Beach verhinderte diesen aber mit einer Wahnsinnsparade und rettete sein Team so in die Verlängerung (90.+3). Und in der hatte tatsächlich Salah seine erste Chance. Eher zufällig kam der Ball im Strafraum zum ägyptischen Superstar, allerdings auf den falschen Fuß, mit dem Rechten schoss er deutlich drüber (93.). Und obwohl die Nordafrikaner über die gesamten 30 Extra-Minuten dem Sieg deutlich näher waren, war dies die größte Gelegenheit in der Verlängerung. Ryan-Wechsel ohne jede Wirkung Trotzdem passierte Kurioses kurz vor dem Ende, Australien-Coach Tony Popovic nahm den ganz starken Beach raus und brachte Mathew Ryan fürs Elfmeterschießen. Kurz vor dem Start des Elfmeterschießens schauten sich die Ägypter noch schnell einige Videos von Strafstößen gegen den Torwart-Routinier an - nun musste sich entscheiden, was am meisten hilft: das Videostudium oder die Auswechslung? Australiens Harry Souttar verschoss sofort, dann traf Mahmoud Saber für Ägypten. Jackson Irvine blieb danach ganz cool, doch das galt auch für Rami Rabia. Awer Mabil glich für Australien aus, Salah traf per Panenka. Dann versagten mit Lucas Herrington dem nächsten Innenverteidiger die Nerven, er traf die Latte - und danach versenkte Hossam Abdelmaguid den Matchball. Popovic verteidigte anschließend seine überraschende Entscheidung, den zuvor so starken Beach auszuwechseln: "Wir hatten einfach das Gefühl, dass Mats Erfahrung den Unterschied ausmachen würde. Am Ende hat es nicht funktioniert, aber nicht wegen einer Fehlentscheidung von Mat oder mangelndem Können. Sie haben einfach sehr gute Elfmeter geschossen", sagte Popovic. Anders sah das die heimische Presse. Der Wechsel werde "als einer der umstrittensten taktischen Fehlgriffe in die australische Fußballgeschichte eingehen", schrieb The Sydney Morning Herald. Ägypten jetzt gegen Argentinien oder Kap Verde

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