DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,63 % 3.884,90 USD 21:59:59 Silber -5,86 % 49,14 USD 21:59:59 Brent -2,22 % 112,33 USD 21:59:57 WTI +0,93 % 102,95 USD 21:59:59 Bitcoin -0,75 % 77.211,46 USD 01:01:27 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

Akku schnellladen: Der größte Irrtum vieler E-Auto-Fahrer

Wirtschaft

Schnellladen und Akkuschäden

Der größte Irrtum vieler E-Auto-Fahrer

Von t-online, mab

10.09.2026 - 15:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Aus Sorge um den Akku meiden viele E-Auto-Fahrer Schnellladestationen. Eine große Auswertung liefert konkrete Zahlen und relativiert diese Befürchtungen.

Der Telematikanbieter Geotab hat Daten von mehr als 22.700 Elektrofahrzeugen 21 verschiedener Marken und Modelle ausgewertet. Die Untersuchung zeigt, wie stark sich verschiedene Ladegewohnheiten auf die Alterung der Batterie im Alltags- und Flottenbetrieb auswirken.

Das Ergebnis: Häufiges DC-Schnellladen mit mehr als 100 Kilowatt beschleunigt den Kapazitätsverlust messbar. Fahrzeuge, für die häufig solche Schnelllader genutzt werden, erreichen Degradationsraten, also einen Kapazitätsverlust, von bis zu 3,0 Prozent pro Jahr. Wer überwiegend mit Wechselstrom oder niedriger Ladeleistung lädt, liegt dagegen bei rund 1,5 Prozent pro Jahr.

Im Durchschnitt lag die Akkualterung bei 2,3 Prozent pro Jahr. In der Geotab-Analyse von 2024 waren es noch 1,8 Prozent. Das Unternehmen führt den Anstieg vor allem auf die zunehmende Nutzung leistungsstarker Schnellladestationen zurück.

Andere Faktoren fallen weniger stark ins Gewicht: So beschleunigte ein heißes Klima die Alterung im Schnitt um rund 0,4 Prozentpunkte pro Jahr. Eine intensive Fahrzeugnutzung erhöhte die Degradation um etwa 0,8 Prozentpunkte gegenüber Fahrzeugen mit besonders geringer Nutzung.

Was nach acht Jahren übrig bleibt

Vereinfacht hochgerechnet ergeben sich aus den jährlichen Degradationsraten folgende Werte nach acht Jahren:

LadeverhaltenKapazitätsverlust nach 8 JahrenVerbleibende RestkapazitätÜberwiegend niedrige Ladeleistungrund 12 Prozentrund 88 ProzentGemischte Nutzungrund 18 Prozentrund 82 ProzentHäufiges Schnellladenrund 22 Prozentrund 78 Prozent

Damit bleibt selbst im ungünstigeren Szenario noch deutlich mehr Kapazität übrig als die branchenübliche Garantieschwelle. Viele Hersteller sichern für ihre Batterien rund 70 Prozent Restkapazität nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern zu.

Außerdem ist wichtig: Die Alterung verläuft nicht immer gleichmäßig. Häufig verlieren Akkus in den ersten ein bis zwei Jahren etwas schneller Kapazität. Danach folgt meist eine längere Phase mit langsamerer, stabilerer Alterung.

Schnellladen ist kein Tabu

Charlotte Argue, Senior Manager Sustainable Mobility bei Geotab, ordnet die Daten wie folgt ein: Der Zustand der Batterien bleibe gut, auch wenn Fahrzeuge schneller geladen und intensiver genutzt würden. Die Akkus halten weiterhin länger, als viele Flotten ursprünglich kalkuliert haben.

Das sind die Top-Fragen des Tages:

Entscheidend ist also nicht der völlige Verzicht auf Schnellladen. Sinnvoll ist ein ausgewogenes Ladeverhalten. Wer im Alltag die niedrigste noch praktikable Ladeleistung nutzt, kann die Batterie langfristig schonen, ohne auf Verfügbarkeit verzichten zu müssen.

Die Daten relativieren zudem die strikte Empfehlung, den Akku dauerhaft nur zwischen 20 und 80 Prozent zu laden. Fahrzeuge, die regelmäßig einen größeren Ladebereich nutzten, zeigten keine nennenswert höhere Alterung, solange sie nicht über längere Zeit nahezu vollgeladen oder fast leer standen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren