DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

"Aktive Bedrohung": US-Behörden: Siemens-Produkt bietet Einfallstor für Cyber-Angriffe

Technologie

Die "Simatic S7"-Steuerungen von Siemens werden in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Infrastruktur eingesetzt. Doch das Produkt der deutschen Firma birgt offenbar gefährliche Lücken für Hacker, wie US-Behörden warnen. Die Kriminellen setzen bei der Angriffsvorbereitung auf KI. Steuerungen des Münchner Technologiekonzerns Siemens könnten nach Einschätzung von US-Behörden zum Ziel von Hackerangriffen werden, die auf öffentliche Infrastruktur wie etwa Wasserkraftwerke abzielen. "Dies ist kein theoretisches Risiko - es ist eine aktive Bedrohung", heißt es in der Mitteilung der Cybersicherheitsbehörde CISA, der Nationalen Sicherheitsbehörde (NSA) und des FBI. Es geht um die programmierbaren "Simatic S7"-Steuerungen von Siemens. Hacker versuchten mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) über das Internet in die Systeme einzudringen, die mit veralteter Software arbeiteten oder anderweitig schwach geschützt sind. Betroffen sein könnten in den USA vor allem Anlagen in der Energie-, Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Chemie, der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft. In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Cyber-Angriffe auf örtliche Wasserversorgungssysteme in mehreren US-Bundesstaaten verzeichnet worden. Allein der Bundesstaat Minnesota hatte 30 Cyberangriffe auf eine Wasserversorgung an zwei Tagen Ende Juli gemeldet. Experten vermuten, dass die Angriffe mit dem Iran in Verbindung stehen - auch wenn US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, er glaube das nicht. Hacker nutzen KI zur Angriffsvorbereitung Die US-Behörden hatten schon im Juli vor einer steigenden Zahl von Hackerangriffen auf programmierbare Steuerungen gewarnt und später die führenden Hersteller Siemens, Rockwell und Schneider Electric als Ziel iranischer Angriffe genannt. Unklar ist, auf Basis welcher Erkenntnisse sie sich nun gerade auf Siemens eingeschossen haben. Der Münchner Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Siemens hatte bereits Anfang Juli eine Sicherheitswarnung an seine Kunden verschickt, wonach industrielle Steuerungen zunehmend von Cyberattacken bedroht seien, nach Angaben der US-Behörden gehe es vor allem die S7-1200 PLC. Der Konzern forderte die Kunden auf, die Systeme und Geräte immer auf dem neuesten Stand zu halten, um Hackerangriffe zu verhindern, die bekannte Schwachstellen auszunutzen versuchten. Damals hieß es, es sei nichts davon bekannt, dass solche Versuche erfolgreich gewesen seien. In der aktuellen Warnung der US-Behörden heißt es, die Hacker durchforsteten mit KI das Internet, um Steuerungen zu finden, die mit der Außenwelt verbunden, aber nicht ausreichend geschützt seien. Die Angreifer hätten es auf fünf verschiedene Versionen der Simatic S7 abgesehen. Simatic-Steuerungen sind ein Kernprodukt der Automatisierungs-Sparte Digital Industries (DI) von Siemens. Um Daten aus dem laufenden Betrieb zu sammeln und auszuwerten, sind sie vielfach mit dem Internet verbunden.

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