Aktivisten legen SUV in Hamburg lahm - Staatsschutz ermittelt
Stand: 28.09.2026 09:55 Uhr
In Hamburg haben Unbekannte an Dutzenden Autos die Luft aus den Reifen gelassen. Betroffen sind Straßen an der Alster und in Winterhude.
Die ersten Fahrzeughalterinnen und -halter hatten ihre platten Reifen schon am Sonntagabend gegen 23:30 Uhr entdeckt - und zwar in der Badestraße, der Magdalenenstraße und der Alten Rabenstraße.
Staatsschutz ermittelt
Am Montagmorgen sind dann am Leinpfad viele weitere Autos aufgefallen. Laut einer Sprecherin ist die Polizei nun mit zahlreichen Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Mehrere Halterinnen und Halter erstatteten bereits Anzeige wegen Sachbeschädigung. Der Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen.
Aktivisten bekennen sich zur Aktion
In einer Mail an den NDR bekannte sich eine Klimaschutzgruppe zu der Aktion, das sogenannte Widerstands-Kollektiv. Die Aktivistinnen und Aktivisten ließen nach eigenen Angaben bei 60 SUV mit Hilfe von kleinen Linsen die Luft aus den Reifen. Die Gruppe begründete die Aktion damit, dass SUV schlecht für das Klima seien und zu viele Schadstoffe ausstoßen würden.
Weitere Aktionen für diese Woche angekündigt
Bisher bestätigte die Polizei diese Anzahl an Autos nicht - die Zählung sei noch nicht abgeschlossen. Im Sommer war die Gruppe schon auf Sylt und in Berlin mit ähnlichen Aktionen aufgetreten. Für diese Woche kündigte sie weitere Aktionen in Hamburg an.