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Aktivistinnengruppe Femen: Mehrere Frauen stören Rede von AfD

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Bei einer AfD-Kundgebung in Berlin-Lichtenberg ist es zu einem Protest mehrerer Frauen gekommen. Als die Vize-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch, ihre Rede begann, drängten sich nach Angaben eines dpa-Reporters mehrere Frauen vor die Bühne und protestierten gegen sie mit Rufen.

Polizisten zogen die Frauen aus der Gruppe und führten sie ab. Die Frauen-Aktivistinnengruppe Femen hatte zuvor eine Protestaktion angekündigt. AfD-Politikerin von Storch kritisierte den Protest als „furchtbar armselig“. „Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass wir uns von so was Angst machen lassen“, sagte sie. „Wir lassen uns nicht beirren.“ Danach wurde weiter versucht, die Rede zu stören.

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In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeit regiert eine Koalition aus CDU und SPD. In der jüngsten Umfrage des Instituts Forsa für das Nachrichtenportal „t-online“ lag die Linke in der Sonntagsfrage mit 22 Prozent vorn, gefolgt von CDU und AfD mit jeweils 18 Prozent. Die Grünen kamen auf 16 Prozent, die SPD erreichte 12 Prozent.

Proteste gegen von Storch schon in der Vergangenheit

2023 war Beatrix von Storch bei einem Auftritt in Rheinland-Pfalz mit Fäkalien beschmiert worden. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um Hundekot. Von Storch hatte damals gesagt, ein Mann habe sie direkt an der Bühne im Veranstaltungssaal um ein gemeinsames Foto gebeten. Der Mann habe sie daraufhin mit den Exkrementen beschmiert. „Das war wirklich ekelhaft“, hatte von Storch erklärt. Der Mann wurde festgenommen.

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Im vergangenen Jahr gab es scharfe Kritik von Teilen der Schülerschaft, nachdem eine Berliner Schule eine Podiumsdiskussion mit von Storch angekündigt hatte.

Auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) forderte damals, von Storch auszuladen. In einem offenen Brief kritisierte der Verein die Einladung der Schulleitung: „Die AfD auf ein Podium einzuladen, bedeutet, einer Partei den roten Teppich auszurollen, die das Gedenken an Hans und Hilde Coppi tagtäglich mit den Füßen tritt und es schlussendlich tilgen will.“ Der Sohn der Namensgebenden des Gymnasiums, Hans Coppi Junior, ist Ehrenvorsitzender des VVN-BdA. Die Berliner Schule ist nach Hans und Hilde Coppi benannt, die gegen das NS-Regime kämpften und von diesen schließlich hingerichtet wurden.

dpa/nw

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