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AKW Paks in Ungarn abgeschaltet: Klimawandel trifft Energieversorgung

Welt

Die Abschaltung des Atomkraftwerks Paks in Ungarn gibt einen Vorgeschmack darauf, welche gravierenden Folgen der Klimawandel für die Energieversorgung in Europa haben kann. Das ungarische Atomkraftwerk ist nicht das einzige in Europa, dessen Leistung in diesem heißen und trockenen Sommer gedrosselt oder das gar abgeschaltet werden muss, weil der Wasserstand in den Flüssen zu niedrig oder das Wasser darin zu warm ist. In Rumänien und Frankreich mussten ebenfalls schon Kraftwerke vom Netz genommen werden.

Auch Kohle- und Gaskraftwerke betroffen

Die Lage in Ungarn ist besonders kritisch, weil seine Stromversorgung in so großem Maße von diesem einen Atomkraftwerk abhängt. Aber das Problem, das dort gerade so drastisch sichtbar wird, besteht in großen Teilen Europas. Denn auch Kohlekraftwerke und manche Typen von Gaskraftwerken benötigen Kühlwasser, während angesichts der Trockenheit gleichzeitig Wasserkraftwerke weniger Strom als sonst liefern – bei einem in Hitzeperioden steigenden Bedarf.

Ein Ausbau der Atomkraft (oder im Falle Deutschlands: eine Rückkehr dazu) wird die Energieprobleme Europas nicht lösen. Sie hat ihren festen Platz im Energiemix, aber für die Zukunft ist der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie mit den zugehörigen Netz- und Speicherkapazitäten entscheidend. Sie helfen nicht nur, die Erderwärmung wenigstens zu verlangsamen, sondern tragen auch dazu bei, ihre Folgen besser zu bewältigen.

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