Aldi-Kunde fühlt sich getäuscht: „Hätte ich es gewusst, dann hätte ich das nicht gekauft“
Bei diesem Aldi-Gebäck sollten sich Kunden die Zutatenliste vor dem Kauf ganz genau anschauen.
Ein Gebäck der Aldi-Eigenmarke „Meine Kuchen Welt“ sorgt für Ärger bei einigen Kunden. Die „Erdnuss Schnitten“ sehen auf den ersten Blick ihrer Meinung nach aus wie klassische Nussecken mit einem schokoladigen Überzug. Doch statt echter Schokolade verwendet der Hersteller ein Imitat aus Pflanzenfett und Sonnenblumenkernen.
Verbraucherzentrale spricht Klartext: „Fehlkäufe sind vorprogrammiert“
Die durchsichtige Verpackung und die Aufmachung des Produkts suggerieren ein traditionelles Gebäck mit Schokolade. Hinweise auf die geänderte Rezeptur sind zwar vorhanden, aber nach Ansicht der Kritiker viel zu unauffällig platziert.
Ein kleiner Aufdruck „Kakaofrei“ und ein Siegel mit dem Namen „ChoViva“ reichen den verärgerten Aldi-Kunden nicht aus, um sich klar und deutlich über die wahre Zusammensetzung informiert zu fühlen.
Ein Verbraucher aus Osterrönfeld fühlt sich regelrecht von Aldi hinters Licht geführt:
„Ich dachte, es wäre Schokolade. Der Aufdruck ist zu klein. Ich fühle mich getäuscht. Hätte ich es gewusst, dann hätte ich das nicht gekauft.“
Einer Verbraucherin aus Pirna geht es ähnlich:
„Das aufgedruckte Logo „ChoViva“ auf der Vorderseite ist für Verbraucher im Alltag nicht selbsterklärend. Ich fühlte mich komplett getäuscht, da ich aufgrund des Designs von echter Schokolade ausging und das Ersatzprodukt (Sonnenblumenkernmasse) zudem gesundheitlich nicht vertragen habe.“
Verbraucherschützer kritisieren mangelnde Transparenz
Auch die Verbraucherzentrale schaltet sich in den Fall ein und kritisiert die Kennzeichnung als unzureichend. Die Expertinnen und Experten sind der Meinung, dass bei einem Produkt, das optisch so stark an Schokoladengebäck erinnert, niemand mit einem Schokoladenimitat rechnen muss. Fehlkäufe seien hier vorprogrammiert. Ein unübersehbarer und leicht verständlicher Hinweis auf der Vorderseite der Verpackung fehle komplett.
Dieses Vorgehen ist ein klassisches Beispiel für das Phänomen der „Skimpflation“, bei dem Hersteller teure Rohstoffe durch billigere Alternativen ersetzen, ohne den Preis zu senken oder die Änderung deutlich zu kommunizieren.