Aldi räumt das Regal auf: Kunden erhalten weniger Auswahl
Aldi Süd mistet kräftig aus: Der Discounter hat sein Sortiment in diesem Jahr drastisch zusammengestrichen und reihenweise Markenprodukte ausgelistet.
Noch vor einigen Jahren warb Aldi Süd mit regionalen Spezialitäten – vom Winzer aus der Nachbarschaft bis zur Molkerei um die Ecke. Davon ist inzwischen nichts mehr übrig. An die Stelle der kleinen Marken tritt fast überall die eigene Hausmarke.
Aldi Süd verkleinert Marken-Sortiment
Seit Jahresbeginn hat Aldi Süd sämtliche regionalen Marken komplett aus dem Sortiment genommen. Auch bei den nationalen Marken griff der Discounter durch und traf dabei bekannte Namen: Rotkäppchen-Sekt, Zott und Ehrmann flogen aus dem Standardregal.
Ganz verschwunden sind sie trotzdem nicht. Einzelne Produkte tauchen bei Aldi Süd weiterhin als Aktionsware auf, um Kunden in die Filiale zu locken (Quelle: Lebensmittelzeitung).
Komplett markenfrei wird das Regal ohnehin nicht. Bei Kaffee führt Aldi Süd weiterhin gleich vier Marken: Melitta, Dallmayr, Jacobs und Lavazza. Bei Süßwaren ist die Markendichte sogar noch größer. Neu ins Sortiment kamen Pepsi-Cola und Gustavo-Gusto-Pizza. Auch Marken bekommen also neue Chancen.
In Zahlen heißt das: Das Sortiment an Markenprodukten schrumpfte von etwa 850 Anfang des Jahres auf aktuell rund 700 Artikel.
Rund 90 Prozent des Angebots bestehen weiterhin aus Eigenmarken, deren Zahl mit etwa 2.000 Artikeln stabil geblieben ist. Gespart hat Aldi Süd stattdessen bei den Varianten einzelner Produkte. Weniger Sorten pro Karton sollen Filialen, Nachbestellung und Logistik vereinfachen.
Aldi-Eigenmarken punkten