DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Aldi unterstützt umstrittenen Plan: Kunden drohen höhere Preise

Nation

Überraschung bei Aldi: Der Discounter, der wie kein zweiter für günstige Preise steht, stellt sich hinter einen umstrittenen Plan. Die Zeche könnten die Kunden zahlen. Wer regelmäßig beim Discounter einkauft, schätzt vor allem eines: günstige Preise. Aldi hat dieses Versprechen über Jahrzehnte zum Markenkern gemacht. Umso bemerkenswerter ist, was der Discounter jetzt fordert. Aldi Süd befürwortet Zuckersteuer In einem Positionspapier vom Juni, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, spricht sich Aldi Süd klar für die Einführung einer Zuckersteuer auf Softdrinks aus. Man halte sie gemeinsam mit Maßnahmen wie Ernährungsbildung für „einen wichtigen Baustein der Prävention“. Das Ziel: den Zuckerkonsum in der Bevölkerung schrittweise senken. Konkret schlägt Aldi Süd vor, die Abgabe direkt bei den Herstellern zu erheben. So entstehe ein Anreiz, Rezepturen von Marken- und Eigenmarken-Produkten zuckerärmer zu gestalten. Damit das gelingt, brauche es laut Aldi aber eine Übergangszeit von 18 Monaten. Die Steuer solle sich auf Softdrinks beschränken. Fruchtsäfte, Milchdrinks und pflanzliche Milchalternativen sollen ausgenommen bleiben (via Tagesspiegel). Wenn alle Hersteller ihre Rezepturen ändern, so die Logik des Discounters, entstehen dabei auch keine Mehrkosten für Verbraucher. Sollten dennoch Einnahmen anfallen, sollen sie zweckgebunden in Präventionsangebote fließen. Dass sämtliche Hersteller ihre Rezepturen innerhalb von 1,5 Jahren so weit anpassen, dass keine Steuer anfällt, dürfte aber sehr unwahrscheinlich sein. Gerade bei etablierten Marken wie Coca Cola oder bekannten Limonaden gehört der Geschmack zum Produkt. Wer ihn auch nur leicht verändert, riskiert Kundenverluste. Realistischer ist wohl folgendes Szenario: Die Steuer wird erhoben, die Hersteller geben sie weiter – und am Ende zahlen die Kunden mehr an der Kasse. Rewe und Edeka sind gespalten Die Reaktionen der übrigen Handelsriesen fallen deutlich zurückhaltender aus. Rewe erklärte, ob die Zuckersteuer das geeignete Instrument sei, hänge von der konkreten Ausgestaltung ab. Edeka lehnt sie ab: Zusätzliche Abgaben würden das ohnehin angespannte Konsumklima verschlechtern, sagte Vorstandsvorsitzender Markus Mosa. „Unsere Kundinnen und Kunden sollen selbst entscheiden, was sie kaufen und essen.“

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