Alexander Lukaschenko: Für den Diktator wird es ungemütlich
Wenn ein Diktator einen Satz ständig wiederholt, ist Obacht geboten. Es könnte genau das Gegenteil davon wahr sein. Der Satz des belarussischen Herrschers Alexander Lukaschenko geht in den vergangenen Wochen so: »Ich werde Belarus nicht in den russisch-ukrainischen Krieg hineinziehen lassen.« Erst am vergangenen Montag beteuerte Lukaschenko dies vor den Absolventen einer Offiziersschule in Minsk. Sie würden von ihm nicht »in diesen Schlachthof« geschickt werden, sagte Lukaschenko. Dass sein Land keinen Krieg wolle, bekräftigte Lukaschenko Tage vorher auch beim Treffen mit dem russischen Botschafter, in einem ausführlichen Interview mit dem arabischen Sender Al Arabiya und auch bei mehreren Presseauftritten in Minsk im Juni.