Alexander Zverev auf dem Weg an die Spitze der Weltrangliste
Alexander Zverev auf dem Weg an die Spitze der Weltrangliste - Verdiente Nummer eins? Kim Clijsters mit klarer Meinung
Von Henri Lohr
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Nach dem Saison-Aus von Jannik Sinner scheint der Weg für Alexander Zverev an die Spitze der Weltrangliste frei zu sein. Lediglich ein Sieg beim Masters in Shanghai würde dem Hamburger reichen, um am Ende des Jahres die Nummer eins zu sein. In der Tennis-Welt wird darüber diskutiert, ob Zverev den Sprung auf den Tennis-Thron verdient hätte. Kim Clijsters hat eine klare Meinung zu der Debatte.
Auf seinen engsten Verfolger, Carlos Alcaraz, hat der gebürtige Hamburger einen Vorsprung von 4.190 Punkten. Mit einem Auftaktsieg beim Masters in Shanghai könnte Zverev diesen so weit ausbauen, dass der Spanier ihn bis Ende des Jahres nicht mehr einholen kann.
Aus der Tennis-Welt wurden zuletzt Stimmen laut, die behaupteten, Zverev hätte den Sprung auf den Tennis-Thron nicht verdient. Seit Januar 2025 steht er 0:13 gegen Alcaraz, Sinner und Novak Djokovic. Die ehemalige Weltranglistenerste Kim Clijsters ist anderer Meinung: "Ich habe das definitiv auch nicht erwartet, aber es zeigt einfach, dass im Tennis Konstanz der Schlüssel ist", erklärte die 43-Jährige im "Love All"-Podcast. Dazu gehöre auch die Fähigkeit, gesund zu bleiben, so die Belgierin.
Gerade deshalb hätte Zverev den Sprung an die Weltspitze ihrer Meinung nach verdient: "Es wird sehr interessant sein zu beobachten, wie sich die Spielintensität und die körperliche Belastung durch diese langen Matches und Ballwechsel auf sie auswirken. Das gehört zum Sport dazu. Aber er war auf dem Platz - und auch in gesundheitlicher Hinsicht - der konstanteste Spieler. Deshalb hat er sich das definitiv verdient", so Clijsters.
Clijsters: "Zverev hat sich hervorragend geschlagen"
Die Debatte um Zverev erinnere sie an ihren eigenen ersten Sprung an die Nummer eins der ATP-Rangliste 2004. Damals hatte die Clijsters Lindsay Davenport geschlagen, aber noch keinen Grand Slam gewonnen. Auch sie sei immer wieder gefragt worden, ob sie deswegen überhaupt gut genug sei und den Platz an der Spitze verdient hätte.
Vielleicht fühle sie sich auch deswegen etwas voreingenommen zugunsten von Zverev, aber: "Ich finde, er hat sich hervorragend geschlagen", erläutert Clijsters. Zudem gewann der Deutsche in diesem Jahr bereits zwei Grand-Slam-Turniere. Zverev siegte sowohl bei den French Open als auch bei den US Open.
"Die Medien und die Leute finden aber immer etwas, um einen schlechtzumachen", klagte Clijsters. Dennoch sei Zverev über das Jahr hinweg der beste Spieler gewesen: "Daran gibt es nichts zu rütteln."
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