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Alexander Zverev erklärt Geheimnis der Super

Sport

ATP Masters in Shanghai - Alexander Zverev erklärt Geheimnis der Super-Saison: "Ganz gut mit dem Druck umgegangen"

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Alexander Zverev lässt seine Kritiker in dieser Saison alt aussehen. Das war bei den French Open ebenso der Fall wie bei den US Open. Dazu hat der Hamburger in wenigen Wochen durchs ATP-Ranking auch auf dem Papier den Nachweis, dass er der beste Spieler der Welt ist. Aktuell arbeitet er daran, erstmals das ATP Masters in Shanghai zu gewinnen. Das Geheimnis des Erfolgs? Hat viel mit Druck zu tun.

Holt Alexander Zverev jemals einen Grand-Slam-Titel? Schafft er irgendwann den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste?

Das waren in den vergangenen Jahren die Kernfragen, wenn es um die Karriere des 29-Jährigen ging. Gestellt haben sie die Medien, die Experten - und nicht zuletzt er selbst. Inzwischen liegen die Antworten vor: beide Male ist es ein Ja.

Spielerisch und physisch hat der Hamburger seit Jahren alle Faktoren beisammen, um die absoluten Höhen seiner Sportart zu erreichen.

Was also ist nun anders geworden? Nach dem 6:4, 6:4-Erfolg im Viertelfinale von Shanghai gegen Alex de Minaur gab Zverev einen wichtigen Hinweis: "Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr ganz gut mit dem Druck umgegangen bin", erläuterte der Olympiasieger von 2021.

Die großen Matches geben ihm recht: Das Endspiel der French Open gegen Flavio Cobolli stand auf Messers Schneide - bis Zverev den Italiener im fünften Satz mit 6:1 abkochte.

Im Finale der US Open reagierte Deutschlands Nummer eins auf den Satzverlust gegen Ben Shelton mit einem klaren 6:2 im vierten Durchgang, das ihm den Titel sicherte. Und auch bei den Australian Open (Halbfinale) und in Wimbledon (Finale) lief es gut bis sehr gut.

Zverev: "In gewisser Weise etwas entspannter"

Wie hoch der Druck zuvor gewesen sein muss, lässt sich nur erahnen - nach drei verlorenen Grand-Slam-Finals zwischen 2020 und 2025, nach dem Erstarken der wesentlich jüngeren Rivalen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, nach schweren Verletzungen wie jener bei den French Open 2024 (dreifacher Bänderriss im rechten Sprunggelenk).

Mit den Erfolgen der Super-Saison 2026 im Rücken spiele es sich in "gewisser Weise etwas entspannter", so Zverev, wenngleich er das nicht bewusst so sehen wolle.

Fakt aber ist: Mit Titeln bei Grand Slams, ATP Finals, Masters-Wettbewerben sowie Olympischen Spielen und dem bevorstehenden Sprung an die Spitze der Weltrangliste ist die Karriere des Deutschen quasi komplett. Der Druck ist - theoretisch - weg.

Von außen betrachtet hat die restliche Saison fast ein wenig den Charakter einer Kür. Alles, was jetzt noch kommt, wirkt wie ein schöner Bonus.

Zverev: 10.000 Punkte und ein Premieren-Titel im Visier

So etwa die magische 10.000-Punkte-Marke, die Zverev am kommenden Montag im ATP-Ranking erstmals überspringen wird - als erst siebter Profi der Geschichte. Bislang war das seit der Reform 2009 nur Novak Djokovic, Rafael Nadal, Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Andy Murray, Roger Federer und Daniil Medvedev gelungen.

Eine weitere willkommene Premiere könnte schon am Tag zuvor anstehen: der erste Titel beim Masters in Shanghai. Zverev gilt als Favorit, sowohl im Halbfinale am Samstag gegen Alejandro Davidovich Fokina (ab 10:30 Uhr im Liveticker) als auch in einem möglichen Endspiel gegen Rafael Jódar, Medvedev oder Tommy Paul.

Zverev gibt Kritikern recht: "Etwas unnötig"

Zverev sieht dem Wochenende relativ entspannt entgegen. Er habe schließlich "bei jedem Turnier, das ich dieses Jahr gespielt habe, in den ersten paar Spielen den Rhythmus finden müssen. Ich habe das Gefühl, dass mir das hier gut gelungen ist", so der zweimalige Major-Champion.

Zverev genießt die Situation, räumte in Shanghai sogar freimütig ein, dass die jüngst aufgekommene Kritik an seiner Gewohnheit, den Ball vor dem Aufschlag so häufig aufzutippen, durchaus gerechtfertigt sei. "Das ist etwas unnötig." Er sei sich dessen "bewusst" und versuche ab sofort, "daran zu arbeiten".

Kleinigkeiten, über die Zverev derzeit locker und entspannt plaudern kann. Wohl wissend, dass es derzeit fast beängstigend gut läuft. Der neue Umgang mit dem Druck scheint einfach der berühmte Game Changer zu sein ...

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