Alexander Zverev erreicht Wimbledon-Halbfinale nach Sieg gegen Taylor Fritz
Tennis Zverev besiegt Angstgegner und steht im Wimbledon-Halbfinale Stand: 08.07.2026 19:14 Uhr Beeindruckend. Alexander Zverev gewinnt das Viertelfinale beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gegen Taylor Fritz souverän in drei Sätzen. Gegen den Amerikaner hatte er zuvor in den letzten zwei Jahren sieben Matches in Folge verloren. Dieses Mal ließ Zverev keinen Zweifel daran, dass er diese Horror-Serie endlich beenden will. Der Hamburger Tennis-Profi hatte das Spiel von Beginn an im Griff. Um den Sieg zittern musste er nie. Am Ende triumphierte er mit 6:4, 6:4, 6:2 nach nicht einmal zwei Stunden. Allerdings war Fritz auch sichtlich angeschlagen. Der Weltranglistensiebte musste zwischendurch am rechten Knie behandelt werden. Von seiner gewohnt guten Beinarbeit und Explosivität war dadurch diesmal nur wenig zu sehen. Zverevs Leistung soll das aber nicht schmälern. Der 29-Jährige trat total dominant auf. Sein erstmaliger Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier vor einem Monat bei den French Open in Paris hat ihm offensichtlich sehr viel Selbstvertrauen verliehen. "Ich bin extrem glücklich, hier in Wimbledon im Halbfinale zu stehen", strahlte Zverev, der auf dem "heiligen Rasen" zuvor nie über das Achtelfinale hinauskam, im Sieger-Interview auf dem Center Court. "Ich wusste, ich muss heute ein perfektes Match spielen, um zu gewinnen. Und das ist mir gelungen. Ich habe fantastisch gespielt." Starke Aufschläge von Zverev Zverev erwischte einen Traumstart. Im ersten Satz gelang ihm bereits früh ein Break zum 2:1. Obwohl er beim Stand von 5:4 Breakbälle abwehren musste, behielt der 29-Jährige die Nerven und fuhr den Satz doch noch ein. Besonders stark war das Aufschlagsspiel des Weltranglistendritten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren ihm bereits neun Asse gelungen. Der erste Aufschlag kam zu 83 Prozent. Eine Mega-Quote. Taylor Fritz am rechten Knie verletzt Fritz hatte Probleme und Schmerzen, biss aber auf die Zähne. Zu Beginn des zweiten Durchgangs rief er die Mediziner auf den Platz und ließ sich behandeln. In der Folge fasste er sich immer häufiger an sein rechtes Knie und schüttelte es aus. Zverev ließ sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und behielt alles unter Kontrolle. Den zweiten Satz sicherte er sich mit einem späten Break zum 5:4. Und im letzten Satz machte er mit Fritz dann endgültig kurzen Prozess. Nach nur 1:59 Stunden verwandelte er direkt seinen ersten Matchball und riss die Arme in die Luft. Jetzt gegen Arthur Fery Im Halbfinale am Freitag trifft Zverev in London nun auf Lokalmatador und Publikumsliebling Arthur Fery aus England, der es völlig sensationell bis unter die letzten Vier geschafft hat. Der 23-Jährige, der nur dank einer Wildcard in Wimbledon dabei ist, bezwang den an Nummer neun gesetzten Italiener Flavio Cobolli 6:4, 7:6 (7:4), 6:0. "Da seid ihr wohl eher für ihn. Ich habe kein Problem damit", scherzte Zverev nach seinem Viertelfinal-Triumph in Richtung der Zuschauer. "Ich hoffe, dass ich hier noch zwei Matches spielen darf." Nur vier Wochen nach den French Open auch in Wimbledon gewinnen? Zverev ist das in seiner aktuellen Form durchaus zuzutrauen!