Alexander Zverev: Nach spätem Zittern in Cincinnati weiter
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Da kann Alexander Zverev (29) aber gehörig durchpusten! Nach seinem Aus im ersten Match in Montreal gegen den Niederländer Tallon Griekspoor (30) muss der Hamburger auch beim zweiten Masters in Folge in seiner ersten Partie mächtig zittern. Gegen Cameron Norrie (30) gewinnt die Nummer 3 der Welt 3:6, 6:3, 6:3. In der achten Partie gegen den Briten ist es der achte Sieg. Mehr Lieblingsgegner geht nicht. Zverev erleichtert zu BILD: „In Kanada habe ich mich auf dem Trainingsplatz und auch auf dem Matchcourt schlecht gefühlt. Es war alles nicht gut. Hier fand ich es besser, ich habe den Ball besser im Schläger gehabt.“ Erst 23.40 Uhr Ortszeit am Samstagabend beginnt die Mitternachtsshow. 90 Minuten Regenunterbrechung am Mittag und lange Matches auf dem Centre Court sorgen für die riesige Verspätung. Doch den Zuschauern ist es egal, fast alle harren aus. Zverev erwischt einen schwachen Start, liegt schnell 0:2 hinten. Im dritten Spiel wird die Partie wegen Nieselregens kurz unterbrochen. Freundin Sophia Thomalla (36) bleibt in der Box sitzen, auch ohne Schirm oder Kapuze. Ballkinder wischen mit Handtüchern zumindest die Linien trocken, den Rest besorgen die 24 Grad, die immer noch herrschen. Der French-Open-Sieger bleibt aber vorerst ohne Auftrag, kommt überhaupt nicht in Fahrt und verliert den ersten Satz 3:6. „Den habe ich nicht gut gespielt. Der hat für mich ein bisschen gedauert. Aber danach habe ich mein Tennis so gezeigt, wie ich es kann.“ Norries Psychotrick geht schief In der Pause dröhnt „99 Luftballons“ von Nena aus den Lautsprechern, ein in den USA äußerst beliebter Song. 1983 erklomm er Platz 1 der Cashbox-Charts. Auf Platz 1 will auch Zverev, und zwar in der Weltrangliste. Dazu muss er Jannik Sinner (24) verdrängen. Der Italiener war weder in Montreal, noch in Cincinnati am Start, laboriert an einer Knieverletzung. Das konnte der Olympiasieger von 2021 in Kanada nicht nutzen, im US-Bundesstaat Ohio hat er die Chance noch. Hier ist er auch an Nummer 1 gesetzt. Die Wende in der Partie kommt beim 3:2 im zweiten Satz. Als Zverev sich anschickt, ein Break zu schaffen, rennt die Nummer 35 der Welt beim Stand von 0:30 zur Bank, um das Hemd zu wechseln, mitten im Spiel. Die Verwarnung des Schiedsrichters wegen Zeitspiels lässt der Linkshänder noch locker über sich ergehen, aber das Break Zverevs kann der misslungene Psychotrick nicht verhindern. Zverev holt sich den Satz 6:3. Nach 2:35 Stunden ist das Zittern vorbei. Zverev verwandelt um 2.15 Uhr Ortszeit seinen ersten Matchball und steht in der 3. Runde. Da trifft er am Montag auf den Franzosen Terence Atmane (24), die Nummer 45 der Welt.