Alexander Zverev siegt nach Schrecksekunde und macht Sprung an Spitze der Weltrangliste bei Masters in Shanghai perfekt
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Alexander Zverev hat sein Auftaktmatch in der zweiten Runde beim ATP-Turnier in Shanghai gegen Wu Yibing gewonnen. Der Hamburger besiegte den Chinesen souverän mit 6:4, 7:6 (7:4) und zieht somit sicher in Runde drei ein. Dem 28-Jährigen ist der Sprung an die Nummer eins der Weltrangliste spätestens zum Jahresende damit nicht mehr zu nehmen. Einen Schreckmoment musste er dabei aber verkraften.
Trotz Schrecksekunde fokussiert zum Auftaktsieg: Alexander Zverev ist auf seiner Mission Weltranglistenspitze erfolgreich ins Masters von Shanghai gestartet. Der Sieger der French Open und US Open setzte sich am Freitag 6:4, 7:6 (7:4) gegen Lokalmatador Wu Yibing durch.
Doch als Zverev im zweiten Satz mit dem linken Fuß leicht umknickte und kurz auf dem Platz sitzenblieb, wurden Erinnerungen wach an die schwere Knöchelverletzung vor einigen Jahren in Paris, die Zverev beinahe um die Fortsetzung seiner Karriere gebracht hatte.
Umso größer war die Erleichterung in seinem Team, als Zverev das Match und die Jagd nach dem Tennisthron fortsetzen konnte. Den wird er noch in diesem Jahr besteigen, alle Rechenspiele sind nicht erst seit dem Sieg über Wu nur theoretischer Natur.
"Ich bin sehr froh darüber, dass ich es heute in zwei Sätzen geschafft habe. Er geht voll auf jeden Ball, ich habe aber gut serviert", sagte Zverev nach seinem erfolgreichen Turniereinstieg. Er kann in der 25-Millionen-Metropole viel Boden in der Verfolgung auf Jannik Sinner gutmachen.
Der Südtiroler, aktuell an der Spitze des Rankings, hat seine Saison aufgrund von Knieproblemen vorzeitig beendet - und wird in der Endphase der Saison entsprechend weitere Punkte verlieren.
Auf dem Weg zur offiziellen Übernahme der Nr. 1 trifft Zverev nun am Sonntag in der dritten Runde auf den Franzosen Quentin Halys. Irgendwann, so viel steht fest, wird er dann den bisherigen Spitzenreiter Sinner überholen, der Italiener wird in diesem Jahr durch seine Knieverletzung keine Punkte mehr sammeln. Auch Carlos Alcaraz, der zweite Ausnahmespieler der vergangenen Jahre, und US-Open-Finalist Ben Shelton werden Zverev nicht aufhalten können.
Zverev erste deutsche Nr. 1 seit Becker
Für Zverev geht es bei normalem Verlauf nur noch um den Zeitpunkt, wann er als erster deutscher Profi seit Boris Becker 1991 auf den Tennisthron klettert. "Es ist im Moment ein Gesprächsthema für alle", hatte er vor seinem Turnierstart gesagt. Der Olympiasieger von Tokio kann das große Thema zwangsläufig nicht komplett ausblenden, betonte aber in Shanghai seinen Fokus auf die eigenen Auftritte und damit den Auftakt gegen Wu.
Im ersten Satz war die hohe Konzentration des klaren Favoriten dann auch direkt zu spüren. Zverev brachte 74 Prozent seiner wuchtigen ersten Aufschläge ins Feld und ließ den Außenseiter nie an einem Break schnuppern. Im zweiten Durchgang nahm Zverev seinem Kontrahenten direkt den Aufschlag ab, doch Wu kam noch einmal zurück und gestaltete das Duell nun ausgeglichener. Beim Stand von 5:5 überstreckte Zverev seinen Fuß, bewegte sich nach dem Schreck aber schnell wieder gut und sicherte sich den Tiebreak.
Die Nummer eins, sein Kindheitstraum, rückte wieder ein kleines Stück näher, irgendwann ist es dann tatsächlich offiziell. Frühestens am 2. November nach dem Turnier in Wien, zu nehmen ist Zverev nach den Grand-Slam-Titeln bei den French- und US-Open diese verdiente Auszeichnung nicht mehr. Als erster Deutscher seit Boris Becker wird er Platz eins im Männer-Ranking übernehmen, rechnen muss dann niemand mehr.
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(SID)
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