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Alexander Zverev unterliegt Jannik Sinner im Finale von Wimbledon

Sport

Stand: 13.07.2026 07:58 Uhr Der Hamburger Tennis-Profi Alexander Zverev hat das Finale beim Rasen-Klassiker in Wimbledon gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner in vier Sätzen verloren - und damit seinen zweiten Grand-Slam-Sieg in Folge verpasst. Nach seinem Triumph bei den French Open vor vier Wochen schnupperte der 29-Jährige auch an der legendären Church Road am Titelgewinn. Aber nach verheißungsvollem Beginn war Titelverteidiger Sinner am Ende zu stark. Zverev, ab Montag wieder die Nummer zwei der Welt, verlor nach 3:46 Stunden mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6. Damit kassierte der Deutsche die zehnte Niederlage in Folge gegen den Italiener und muss weiter auf seinen ersten Turniersieg auf Rasen warten. Der Hamburger kassiert 2,1 Millionen Euro Preisgeld für den Finaleinzug in Wimbledon. Sieger Sinner bekommt das Doppelte. Es war eine große Ehre, hier im Finale zu stehen. Alexander Zverev Nachdem ihm die englische Prinzessin Kate die Silberschale für den Zweitplatzierten überreichte, sagte Zverev: "Gratulation an Jannik. Du hast einmal mehr gezeigt, warum du der beste Tennispieler der Welt bist. Es war eine große Ehre für mich, hier auf diesem Court im Finale zu stehen." Bundeskanzler Merz auf der Tribüne Das Duell zwischen der Nummer eins der Welt und dem 29-Jährigen war von Beginn an fesselnd und lange völlig völlig ausgeglichen. Beide Spieler gingen aggressiv und risikofreudig zu Werke. Beste Unterhaltung für die 15.000 Zuschauer auf dem Centre Court, unter ihnen die königliche Familie, zahlreiche Show-Stars und Bundeskanzler Friedrich Merz. Weltklasse-Tennis in Wimbledon. Ein tolles und faires Spiel. Schade, dass es nicht geklappt hat. Bundeskanzler Friedrich Merz Da sich beide Akteure keine Blöße bei eigenem Aufschlag gaben, musste im ersten Satz der Tiebreak entscheiden. Zverev bewies Nervenstärke und machte mit seinem zweiten Satzball den Sack zu. Dasselbe Bild im zweiten Abschnitt. Vor allem Zverev servierte überragend und hatte eine herausragende Quote bei ersten Aufschlägen. Erneut fiel die Entscheidung im Tiebreak - und diesmal hatte Sinner klar die Nase vorn. Zverev stürzt im dritten Satz Mitte des dritten Satz wurde es kurz dramatisch: Nach 162 Minuten hatte Zverev beim Stand von 3:3 seinen ersten Breakball des Matches. Nach einem Stopp von Sinner rutschte der 29-Jährige aber aus, blieb liegen und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht sein rechtes Knie. Es sei ein bisschen angeschwollen, er könne aber "normal gehen", berichtete der Deutsche später. Sinner eilte sofort auf die andere Seite des Platzes und seinem Kontrahanten zu Hilfe, half ihm wieder auf die Beine. Zverev konnte zum Glück weitermachen. Das Break gelang aber nicht, und dann gab der Tokio-Olympiasieger auch noch im folgenden Spiel seinen eigenen Aufschlag ab - 3:5 und schließlich 3:6. Sinner-Break macht alles klar Zverevs Körpersprache hatte schon im dritten Durchgang leicht gelitten, die Fokussiertheit und der unbedingte Wille waren nicht mehr so greifbar. Zudem zeigte Sinner im vierten Satz, warum er zu Recht die Nummer eins der Welt ist. Er war nun der klar bessere Spieler und brillierte mit Zauberschlägen. Beim Stand von 3:3 gelang dem 24-Jährigen ein Break - die Vorentscheidung. Nach fast vier Stunden Spielzeit verwandelte der Südtiroler seinen ersten Matchball. Zverev: "Habe ein fantastisches Turnier gespielt" Auf seiner anschließenden Pressekonferenz gab Zverev nicht das Bild eines geknickten Verlierers ab. "Natürlich hätte ich den Pokal gerne in die Höhe gestemmt", sagte er, "aber er war heute besser als ich, und er hat den Sieg verdient." "Hundertprozentig" könne er die Finalniederlage in Wimbledon nach seinem erlösenden Triumph bei den French Open besser verkraften: "Ich sitze hier und denke mir, dass ich ein fantastisches Tennismatch und ein fantastisches Turnier gespielt habe. Wenn ich Paris verloren und dann hier wieder verloren hätte, würde ich hier nicht so sitzen." Nach intensiven Wochen und Monaten wolle er sich nun "irgendwann auch ein paar Tage freinehmen". Anschließend soll die Jagd mit seinem offensiveren Spielstil weitergehen. "In Paris habe ich zum ersten Mal in meiner Karriere einen Grand-Slam-Titel gewonnen. Ich habe es hier zum ersten Mal in meiner Karriere ins Finale geschafft. Natürlich muss da etwas gut laufen", sagte Zverev: "Ist es schon perfekt? Nein. Aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg."

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