Alexander Zverev wird die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste
Stand: 09.10.2026 12:56 Uhr
Alexander Zverev hat es so gut wie geschafft. Der Hamburger Tennisprofi wird spätestens am Ende des Jahres die Nummer 1 der Weltrangliste werden. Der Spanier Carlos Alcaraz und der Amerikaner Ben Shelton könnten den 29-Jährigen theoretisch noch abfangen, aber das ist unwahrscheinlich.
Zverev besiegte am Freitag zum Auftakt des Mastersturniers in Shanghai den Lokalmatador Yibing Wu mit 6:4, 7:6 (7:4). Durch diesen Sieg und das vorzeitige Saisonende von Jannik Sinner kann der Deutsche den Sekt für das Erreichen der Nummer eins kaltstellen - er wird ihn vermutlich schon früher aufmachen können.
Saison-Aus von Branchenprimus Sinner
Zverev, der in diesem Jahr die French Open und die US Open gewonnen hat, steht derzeit noch auf Weltranglistenplatz zwei. Er wird Sinner aber überholen. Der Italiener hat seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme vorzeitig beendet und wird seine gute Punkteausbeute aus der Vorsaison im Endspurt nicht verteidigen können.
Alcaraz und Shelton nur noch mit theoretischen Chancen
Theoretisch könnten der Spanier Carlos Alcaraz und der Amerikaner Ben Shelton bis Jahresende noch an dem hamburger vorbeiziehen. Dafür müsste entweder Alcaraz oder Shelton aber nicht nur alle Turniere gewinnen, sondern auch noch für zusätzliche kleine Turniere melden. Das gilt als extrem unwahrscheinlich.
Zverev selbst kann schon in Shanghai die allerletzten Zweifel aus der Welt schaffen und als 30. Spieler den Einzug in den elitären Kreis der "Einser" schaffen. Erreicht er das Halbfinale, sind alle Rechenspiele obsolet.
Becker hatte schon gratuliert
Zverev wird damit auf Boris Becker folgen, dem der Sprung auf Platz eins der Weltrangliste als bislang einzigem männlichen deutschen Tennisprofi gelungen war. Deutschlands Tennis-Idol hatte dem Hamburger bereits vorab gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!", schrieb der dreimalige Wimbledonsieger, nachdem der Italiener Sinner vor ein paar Tagen sein vorzeitiges Saisonende verkündet hatte.
Souveräner Auftritt in Shanghai
In Shanghai genügte Zverev ein insgesamt unspektakulärer Auftritt gegen Wu. Beim Stand von 5:5 im zweiten Satz knickte er mit dem linken Fuß um. Nach kurzer Pause ging es für ihn doch weiter. "Ich bin sehr froh darüber, dass ich es heute in zwei Sätzen geschafft habe. Er geht voll auf jeden Ball, ich habe aber gut serviert", sagte Zverev.