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Alkoholsteuer-Erhöhung: Diese Getränke sollen teurer werden

Nation

Bundeshaushalt 2027

Regierung erhöht Steuer auf Alkohol: Diese Getränke trifft es

Von Amy Walker

Aktualisiert am 06.07.2026 - 14:35 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die Bundesregierung erhöht 2027 einige Alkoholsteuern. Insbesondere Sekt, Likör und Alkopops sind betroffen. Das sind die Folgen.

Das Bundeskabinett hat am Montag den Haushalt für 2027 beschlossen. Zur Finanzierung des über 500 Milliarden teuren Etats sollen gleich mehrere Verbrauchersteuern angehoben oder sogar neu eingeführt werden. Zu den neuen Steuern gehört etwa die Plastiksteuer, die auf unverwertbaren Kunststoff erhoben werden soll. Zusätzlich gibt es noch eine neue Zuckersteuer und die Tabaksteuer wird wieder angehoben.

Ebenfalls erhöht werden die Alkoholsteuern. Wie aus dem Haushaltsentwurf hervorgeht, sollen die allgemeine Alkoholsteuer, die Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer sowie die Alkopopsteuer um je 20 Prozent erhöht werden. Im Folgenden lesen Sie, was das genau bedeutet.

So viele Steuern sind 2026 auf Alkohol fällig

In Deutschland gibt es mehrere Steuern auf Alkohol, die alle unterschiedlich hoch ausfallen: die allgemeine Alkoholsteuer, die Biersteuer, die Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer sowie die Alkopopsteuer. Die Höhe der Steuern wird in Euro pro Hektoliter bemessen. Ein Hektoliter entspricht 100 Litern. Folgende Steuertarife gelten im Jahr 2026 für die verschiedenen Alkoholsorten:

Alkoholsteuer: 1.303 Euro/hl (Regelsatz); 1.022 Euro/hl (Abfindungsbrennerei & Stoffbesitzer); 730 Euro/hl (Kleinbrennereien)

Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer: 136 Euro/hl (Regelsatz); 51 Euro/hl (für Getränke mit weniger als sechs Prozent Alkoholgehalt)

Alkopopsteuer: 5.550 Euro/hl

Etwas anders funktioniert die Biersteuer, die nicht nach Hektolitern, sondern nach dem Stammwürzegehalt des Bieres berechnet wird. Dieser wird in Grad Plato (°P) gemessen und gibt an, wie viel Gramm unvergorene Stoffe vor der Gärung enthalten sind. Die Steuer beträgt 0,787 Euro je Grad Plato pro Hektoliter. Nach Angaben der Vereinigten Lohnsteuerhilfe kostet die Biersteuer bei einem herkömmlichen Pils (elf oder 12 °P) dadurch 9,44 Euro pro Hektoliter. Das sind für eine Flasche Bier also 4,7 Cent.

Alkoholsteuer: Diese Getränke sind betroffen

Unter anderem folgende Getränke sind von der Alkoholsteuer erfasst:

Spirituosen

Whisky

Wodka

Branntweine

Gin

Rum

Liköre

alkoholhaltige Lebensmittel

Die Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer trifft insbesondere Schaumweine (also Sekt, Prosecco und Champagner) und Likörweine. Weine sind von der Steuer befreit oder werden mit einem Steuersatz von null Prozent besteuert.

Die Alkopopsteuer betrifft – wie der Name schon sagt – nur Alkopops. Das sind im Wesentlichen Mischgetränke, die oft wie Limonaden anmuten, aber oft hochprozentigen Alkohol enthalten.

Das sind die Top-Fragen des Tages:

Ab 2027 steigen die Steuern für Sekt, Gin und Co.

Die Bundesregierung will ab 2027 alle Alkoholsteuern außer der Biersteuer erhöhen. Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, der am 6. Juli 2026 vom Kabinett beschlossen wird. Demnach sollen diese Steuern alle jeweils um 20 Prozent erhöht werden. Die Erhöhung soll sowohl die Regelsätze als auch die ermäßigten Sätze betreffen. Das würde folgende Steuertarife bedeuten:

Alkoholsteuer: 1.563,60 Euro/hl (Regelsatz); 1.226,40 Euro/hl (Abfindungsbrennerei & Stoffbesitzer); 876 Euro/hl (Kleinbrennereien)

Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer: 163,20 Euro/hl (Regelsatz); 61,20 Euro/hl (für Getränke mit weniger als sechs Prozent Alkoholgehalt)

Alkopopsteuer: 6.660 Euro/hl

Was bedeutet das also für Verbraucher genau? Wenn heute eine 1-Liter-Flasche Wodka 40 Euro kostet, dann wird die Flasche ab 2027 um ungefähr ein oder zwei Euro teurer; eine 0,75-Liter-Flasche Sekt wird laut dem Weinfachportal "Wein Plus" ab 2027 etwa 24 Cent teurer. Eine Alkopopflasche, die heute fünf Euro kostet, verteuert sich im neuen Jahr um gut 45 Cent.

Die Anstiege sind also eher moderat, die meisten Verbraucher und Verbraucherinnen dürften das kaum merken. Für den Bundeshaushalt sind die Einnahmen aber von großer Bedeutung: Zusammen mit der Tabaksteuer erwartet der Bund dadurch 1,5 Milliarden Euro an Einnahmen.

Verwendete Quellen

zoll.de: "Höhe der Alkoholsteuer" (Deutsch)

gesetze-im-internet.de: " Alkoholsteuergesetz (AlkStG) " (Deutsch)

gesetze-im-internet.de: " Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuergesetz (SchaumwZwStG) " (Deutsch)

gesetze-im-internet.de: " Alkopopsteuergesetz (AlkopopStG) " (Deutsch)

bundesfinanzministerium.de: "Biersteuer" (Deutsch)

vlh.de: "Wie hoch ist die Biersteuer, und wer bezahlt sie?" (Deutsch)

czarah-steuerberaterin.de: "Alkoholsteuer, Biersteuer & Co." (Deutsch)

magazin.wein.plus: "Deutschland erhöht Schaumweinsteuer um 24 Cent pro Flasche – auf Wein weiterhin kein Steueraufschlag" (Deutsch)

Quellen anzeigen

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