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"Alle gleich behandeln!" Mesut Özil fordert Russland-Rückkehr von FIFA und zieht Israel-Vergleich

Sport

Özil war zu Gast bei einem Veteranenspiel zwischen Istanbul Basaksehir und Zenit St. Petersburg, wobei der Weltmeister von 2014 die Bühne nach dem 3:2-Erfolg des Klubs aus der türkischen Metropole für ein klares politisches Statement nutze und dabei auch eine Forderung an die FIFA schickte.

"Der Fußball hat immer für Frieden gesorgt. Solange wir die Herkunft und den Glauben nicht beachtet haben, hat der Fußball die Menschen immer zusammengebracht. Wie Sie wissen, gab es kein Embargo gegen Teams aus Israel, aber gegen russische", erklärte Özil.

Deshalb forderte er die FIFA auf, "dass sie Doppelmoral beiseiteschieben und alle gleich behandeln!" Nach dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine verhängten FIFA und UEFA Sanktionen gegen russische Mannschaften und schlossen sie von ihren Wettbewerben aus. Özil sprach sich nun dafür aus, jene Maßnahmen aufzuheben.

Besonders brisant sind die politischen Verbindungen beider Klubs: Zenit St. Petersburg soll die Unterstützung von Kremlchef Wladimir Putin genießen, während der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan als Anhänger von Basaksehir gilt und auch bestens mit der Familie Özil vertraut sein soll, wobei die Kinder des 38-Jährigen den Präsidenten sogar 'Opa' nennen dürfen.

Auch Özil selbst verfolgte in der Vergangenheit immer wieder politische Ambitionen. Im vergangenen Jahr wurde er von den Parteimitgliedern in den Vorstand der AKP gewählt, der streng konservativ-islamisch ausgerichteten Partei von Erdogann. AKP steht für 'Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung'.

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