Alle iPhones nun teurer: Wie die Chipkrise Smartphone-Preise treibt
Euer nächstes iPhone wird teurer. Und wenn ihr nicht schon vor Mittwoch ein bestehendes Modell gekauft habt, zahlt ihr jetzt ebenfalls mehr.
Am Dienstag stellte Apple die neuen Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max vor – mit Preisen, die 150 Euro über denen der bisherigen Pro-Modelle liegen. Zudem kündigte das Unternehmen das neue faltbare iPhone Duo an, das 2299 Euro kosten soll. Das Einstiegsmodell iPhone 18 hat Apple bislang noch nicht vorgestellt.
Das war aber nicht die einzige Preis-Neuigkeit. Apple erhöhte auch die Preise älterer iPhone-Modelle um mindestens 100 Euro – bis zurück zum iPhone 16, der ältesten Generation, die Apple noch neu in seinem Online-Store verkauft.
Die Erhöhung bedeutet, dass das iPhone Air, das Apple vor knapp einem Jahr auf den Markt brachte, nun mit 1299 Euro teurer ist als bei seinem Debüt für 1199 Euro. Dasselbe gilt für das iPhone 17e und das iPhone 17, die nun 849 beziehungsweise 1099 Euro kosten. Das iPhone 16 ist für 999 Euro zu haben.
Die Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max werden mit Speicherkapazitäten von 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich sein. Die 2-TB-Version des Pro-Modells kostet 2949 Euro, das Pro-Max-Modell mit 2 TB schlägt mit 3099 Euro zu Buche.
Beide Preise liegen über denen des bisherigen 2-TB-iPhone-17-Pro-Max, das zuvor das teuerste iPhone auf dem Markt war. Doch selbst die teuersten iPhone-18-Modelle verblassen im Vergleich zur höchsten Ausstattungsstufe des iPhone Duo: Die 2-TB-Version des iPhone Duo wird 3799 Euro kosten.
Speicherknappheit von KI-Boom verursacht
Die höheren Preise verdeutlichen, wie sehr die weltweite Speicherknappheit selbst einen so dominanten Konzern wie Apple unter Druck setzt. In seiner letzten Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen als CEO sagte Tim Cook, Apple habe die Preise von iPads und MacBooks wegen der Speicherknappheit „widerwillig erhöht“.
„Wir haben das getan, weil wir uns bei den Speicherpreisen in dem befinden, was ich als Jahrhundertflut bezeichnen würde – mit exponentiellen Preissteigerungen bei Speicherchips“, so Cook.
Die Speicherknappheit wird größtenteils durch die KI-Revolution getrieben, da Chiphersteller ihre Produktion von Chips für Verbraucherprodukte hin zu den spezialisierteren Chips verlagern, die für die Rechenzentren benötigt werden, die KI-Modelle antreiben.
Im Juni hatte Apple bereits die Preise von iPads um bis zu 25 Prozent und von Mac-Computern um bis zu 20 Prozent erhöht. Die Preise bestehender iPhone-Modelle blieben damals noch unverändert.
Auch Verantwortliche bei Samsung und Google erklärten, sie hätten die Preise einiger ihrer Smartphone-Modelle teilweise wegen steigender Speicherkosten angehoben: „Einen solchen Anstieg der Speicherpreise wie derzeit hat es noch nie gegeben“, sagte Googles Vizepräsident für Geräte und Dienste, Shakil Barkat, im Juli vor der Vorstellung des Pixel 11.
Am Ende schlug Google beim Pixel 11 100 Euro auf den Preis auf, verdoppelte im Gegenzug aber den Speicher des Basismodells, nachdem die 128-GB-Version eingestellt worden war.