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Alpen-Hütte wegen Urlaubern stocksauer

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Wenige Tage nach Eröffnung: Alpen-Hütte wegen Urlaubern stocksauer – „Wir sind schockiert“

Von: Martina Lippl

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Eine ikonische Schutzhütte in den Bergen löst Wirbel aus. Der Nationalpark ist fassungslos, was dort kurz nach der Wiedereröffnung passiert.

Pescara – Voller Stolz eröffnete der italienische Nationalpark Maiella die „Pelino“-Hütte auf dem Monte Amaro (2793 Meter), einem der höchsten Gipfel der Abruzzen. Kaum wieder eingeweiht, erreichten den Parco Nazionale della Maiella Fotos von der Schutzhütte, die nach Angaben des Parks „wirklich sprachlos machen“.

„Wir sind schockiert, den völligen Mangel an Respekt gegenüber den grundlegenden Regeln festzustellen, die diese Bergumgebungen schützen“, schreibt der Nationalpark im Post auf seinem Facebook-Account. In den Aufnahmen sind zwei Szenen zu sehen. Ein Bild zeigt einen großen, hellen Hund, der angeleint im Inneren des hölzernen Bivaks „Pelino“ liegt. Auf dem anderen sind mehrere Personen mit Mountainbikes – darunter offenbar E-Bikes – unmittelbar am Gipfelkreuz des Monte Amaro zu sehen. Im Hintergrund ist auch der „rote Iglu“ vom „Pelino“-Biwak zu erkennen. Die Gesichter der Abgebildeten wurden unkenntlich gemacht.

Gipfel-Ärger in Italien: Wut über Biker und Hunde am Monte Amaro (2793 Meter)

Gleich zwei Verbote wurden laut Nationalpark missachtet: das Zugangsverbot für Mountainbikes sowie das Verbot, Hunde in das Gebiet mitzubringen, was ein Verbot für Hunde in die Hütte einschließt.

Der Nationalpark kündigte an, die zugesandten Aufnahmen umgehend den „Carabinieri Forestali“, der zuständigen Forstpolizei, zu melden. Das Posting endete mit den Worten: „Die Berge gehören allen, müssen aber von allen geschützt werden.“

„Die Berge gehören allen, müssen aber von allen geschützt werden.“

Unter dem Beitrag entwickelte sich rasch eine rege Diskussion. Viele Nutzer beschäftigte vor allem die Frage, warum diese Verbote überhaupt bestehen. Ein Nutzer erläuterte dies ausführlich: Der Monte Amaro liege in der Zone A, in der strengsten Schutzzone des Nationalparks, in der das Ökosystem so wenig wie möglich beeinträchtigt werden soll.

Mountainbikes seien dort aus mehreren Gründen ein Problem: Die Pflanzen wachsen auf dieser Höhe außerordentlich langsam, der Boden ist flach und anfällig für Erosion, und schon eine Felge kann, etwa beim Bremsen oder bei Nässe, die Grasnarbe dauerhaft beschädigen. Außerdem könnten Hunde – selbst wenn sie sich ruhig verhielten – durch Geruch, Urin oder Kot von Wildtieren wie Gämsen als Bedrohung wahrgenommen werden und diese aus ihren Fressgebieten verscheuchen.

Reaktionen auf die Ansage des Nationalparks sind gemischt

Einige haben trotzdem wenig Verständnis für die strengen Verbote im Nationalpark. Jemand erinnert an den Einsatz eines Hubschraubers zur Einweihung der Hütte.

Andere hingegen stellten sich klar hinter die Parkverwaltung. „Ich hoffe auf exemplarische Strafen ohne mildernde Umstände“, hieß es in einem Kommentar, verbunden mit dem Hinweis: „Das ist nicht nur eine Frage des Respekts gegenüber dem Berg, sondern des Respekts vor uns selbst und den anderen.“

Das „Bivacco Cesare Mario Pelino“, kurz auch „Pelino“-Biwak (Baujahr 1982) genannt, wurde nach Sanierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 120.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) am 1. Oktober 2026 wiedereröffnet.

„Die Wiederherstellung des Biwaks Pelino ist ein entscheidender Meilenstein für die Sicherheit von Wanderern im Hochgebirge und ein Ort, an dem Naturschutz und nachhaltiger Tourismus miteinander verbunden werden“, sagte Dr. Luciano Di Martino, Parkdirektor und Projektleiter, laut Facebook bei der Eröffnung. Und weiter: „Dieser Stützpunkt ermöglicht es, die außergewöhnliche Artenvielfalt der Hochlagen der Maiella zu erleben – vorausgesetzt, die Wanderer sind sich der Risiken bewusst, die das Hochgebirge mit sich bringt.“

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