Alphaville von Glücksgefühle
Viel Aufregung gibt es gerade um Musiker Marian Gold und seine Band Alphaville aus Münster. Die Organisatoren des Glücksgefühle-Festivals am Hockenheimring haben die Band für Freitag kurzfristig ausgeladen. In der Absage heißt es, "wir dulden keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art auf unserer Bühne".
Klares Statement der Toten Hosen beim Konzert in Münster
Das Festival sei komplett unpolitisch, es gehe um Spaß und "good vibes only". Man habe Alphaville vorab darum gebeten, politische Äußerungen auf der Bühne zu unterlassen. Darauf habe man sich mit Alphaville aber nicht einigen können. Alphaville-Sänger Marian Gold stand gestern als Überraschungsgast beim Konzert der Toten Hosen in Münster mit auf der Bühne.
Auch da wurde die Ausladung thematisiert und kritisiert. Frontsänger der Toten Hosen, Campino bezeichnete die Entscheidung gegenüber dem Publikum auf der Bühne als "absurd" und sagte, dass "eine neue Grenze eingerissen" worden sei. Das Statement postete die Münsterländer Band Donots, deren Sänger Ingo Kollmann auch vor Ort war, auf ihrer Instagram-Seite.
Glücksgefühle Festival rechtfertigt Ausladung von Alphaville
Die Veranstalter begründeten die Ausladung in den sozialen Medien mit der Aussage, dass "gesellschaftlich kontrovers diskutierte und politische Reden auf der Bühne zu unterlassen seien". Alphaville stand demnach in diesem Jahr schon auf zwei anderen Konzerten desselben Veranstalters auf der Bühne, die Band soll sich auch hier bereits politisch geäußert haben. Sänger Marian Gold hatte sich zudem in der Ansage des Songs "Carry Your Flag" deutlich gegen rechtsradikale Tendenzen und für Freiheit, Toleranz und Demokratie eingesetzt.
Aufregung in den sozialen Medien zu politischen Aussagen
In den sozialen Medien wie Instagram und Facebook gibt es dazu viele Kommentare. Einige schreiben, "mit dem Rauswurf von Alphaville hätte man das Festival erst recht politisch gemacht" oder "gegen Rechtsextremismus ein Zeichen setzen ist gerade jetzt so wichtig". Auch würden andere Künstler auftreten, die sich ebenfalls in der Vergangenheit schon oft gegen Rechts ausgesprochen haben.