„Als hätte ich die Olympischen Spiele gewonnen”: Eddie fotografiert astronomisches Phänomen und wird von Nasa ausgezeichnet
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat ein Bild des italienischen Hobby-Astronomen Eddie Sgarbossa zum astronomischen Bild des Tages („Astronomy Picture of the Day“) gekürt.
„Ich habe fünf Jahre gebraucht, um zu dieser ausgewählten Aufnahme zu gelangen. Es ist eine immense Genugtuung, als hätte ich die Olympischen Spiele der Fotografie gewonnen“, wird er von der italienischen Tageszeitung „Il Gazzettino“ zitiert.
2400 Lichtjahre entfernt: Der Elefantenrüsselnebel im Sternbild Kepheus
Seine prämierte Aufnahme zeigt den rund 2400 Lichtjahre entfernten Elefantenrüsselnebel, eine Gas- und Staubwolke im Sternbild Kepheus.
Der Weg zu dem perfekten Bild war laut „Il Gazzettino“ extrem mühsam. Sgarbossa brauchte Jahre für das Foto, da das Motiv nur zwischen Frühling und Sommer erscheint und mit bloßem Auge unsichtbar bleibt. Zudem stieß seine Ausrüstung bei den stundenlangen Belichtungen an ihre Grenzen.
Die Astrofotografie geht über das Beobachten des Himmels hinaus
„Meine Leidenschaft entstand in den 90er Jahren, als mir meine Eltern ein kleines Teleskop schenkten, um den Kometen zu beobachten, der damals vorbeizog. Mit der Zeit wuchs mein Interesse, und meine Ausrüstung wurde immer besser. Vor etwa zehn Jahren wechselte ich vom Beobachten des Himmels zur Fotografie“, sagt Sgarbossa.
Auf „AstroBin“, einer Online-Plattform für Astrofotografen, sind noch weitere Fotos von Sgarbossa zu sehen, darunter der Herznebel im Sternbild Kassiopeia und der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion.
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Deep Sky: Bilder von fernen Galaxien
Bei sogenannten Deep-Sky-Fotografien, also bei Bildern, die ferne Galaxien und Nebelgebiete weit außerhalb des Sonnensystems zeigen, braucht es viel Geduld.
Wie der astronomische Verein Wilhelmshaven-Friesland ausführt, sind Belichtungszeiten von bis zu 12 Minuten je Bild keine Seltenheit. Zum Vergleich: Normale Kameras hören im automatischen Modus meist bei 30 Sekunden auf.
Die Gesamtbelichtungszeit für Astro-Bilder kann schon mal bei 6 Stunden liegen
„Insgesamt wird so eine Serie von Bildern mit einer Gesamtbelichtungszeit von etwa 3 bis 6 Stunden erstellt. Die Bilder werden mit Hilfe von entsprechenden Programmen addiert und weiter bearbeitet, bis ein gutes Ergebnis vorliegt“, heißt es dort über das Vorgehen bei Deep-Sky-Fotografien.
Unter Belichtungszeit versteht man die Geschwindigkeit, mit der sich der Verschluss der Kamera öffnet und schließt. Eine lange Belichtungszeit bedeutet, dass viel Licht auf den Sensor fällt, das Bild wird also heller.