DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Alte Wärmepumpen-Förderung: Antrag nur noch bis Mittwoch

Nation

Weniger Fördergeld Antrag auf alte Wärmepumpen-Förderung nur noch bis Mittwoch möglich Stand: 08.07.2026 20:01 Uhr Die Bundesregierung will die Förderung für Wärmepumpen schrittweise senken. Wer beim Heizungstausch noch die bisherige Förderung bekommen will, kann regulär nur noch bis zum 8. Juli einen Antrag stellen. Danach folgt eine technische Umstellung, ab dem 21. Juli gelten neue Bedingungen mit weniger Zuschuss. Der Bundesverband Wärmepumpe sieht dennoch keinen Grund zur Panik, rät Interessierten aber zu zügigem Handeln. von MDR AKTUELL Anträge für Wärmepumpen-Förderungen zu alten Konditionen können nur noch bis zum 8. Juli gestellt werden. Der Bundesverband Wärmepumpe hält die Kürzungen der Förderung von Wärmepumpen für verkraftbar, rät aber zu zügigem Handeln. Die Förderung von Wärmepumpen soll für die meisten Haushalte schrittweise sinken, während Geringverdiener teils höhere Zuschüsse bekommen sollen. Wer noch von den bisherigen Konditionen bei der Heizungsförderung profitieren will, muss sich beeilen: Regulär können Anträge nur noch am heutigen Mittwoch gestellt werden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums gibt es vom 9. bis 20. Juli eine Umstellungsphase für technische Anpassungen bei der Förderbank KfW und dem Bundesamt Bafa. Ab dem 21. Juli sollen dann neue geringere Förderbedingungen gelten. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums soll während der technischen Umstellung eine Vertrauensschutzregelung gelten. Wer bereits eine gültige Bestätigung zum Antrag oder eine technische Projektbeschreibung hat, könne demnach weiter zu den bisherigen Konditionen beantragen. Der Bundesverband Wärmepumpe betont jedoch, dass die Bestätigung zum Antrag allein noch kein gültiger Förderantrag ist. Er rät deshalb, den Antrag möglichst noch bis Mittwoch vollständig über das KfW-Portal zu stellen. Bereits am Dienstag hatte der Verband erklärt, eine Aussetzung der Antragsmöglichkeit wäre ein falsches Signal an Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachhandwerk und Marktteilnehmer. Verband: "Kein Grund zur Panik" Der Bundesverband Wärmepumpe sieht in den geplanten Kürzungen der Förderung für Wärmepumpen generell aber keinen Grund zur Panik. Geschäftsführer Martin Sabel sagte MDR AKTUELL, es gebe weiter Kontinuität bei der Förderung. Die Abschmelzung passiere maßvoll. "Es gibt keinen Grund zu warten, aber es gibt jetzt auch keinen Grund, panisch zu werden", sagte Sabel. Wer den Einbau einer Wärmepumpe plant, sollte nach Einschätzung Sabels dennoch nicht zu lange zögern. Die Kürzungen fielen im ersten Schritt zwar nicht allzu hoch aus, mit der Zeit werde die Förderung aber immer geringer. Deshalb sei jeder, der über eine Wärmepumpe nachdenke, "gut beraten, nicht allzu lange zu warten". Zugleich werde die Förderung bei den Einkommensverhältnissen aus Sicht Sabels etwas sozialer gestaltet. Einfacher werde das System dadurch allerdings nicht. Kritisch sieht Sabel vor allem, dass parallel auch Änderungen im Ordnungsrecht geplant seien. Dadurch gehe ein Stück weit Orientierung verloren. Der Verband habe deshalb dafür plädiert, die Förderung in Höhe und Systematik unverändert zu lassen. Die Kürzungen begrüße man nicht, sagte Sabel. Angesichts der knappen finanziellen Mittel müsse man aber eingestehen, "dass das wahrscheinlich unumgänglich war". Förderung soll schrittweise sinken Der Plan der Bundesregierung sieht vor, die staatliche Förderung für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen in den kommenden Jahren schrittweise zu senken. So steht es in einer Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestags, über die zuerst die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Hintergrund ist demnach die angespannte Haushaltslage: Bis 2030 sollen mit der Maßnahme rund 2,1 Milliarden Euro eingespart werden. Bisher können Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung eine Förderung von bis zu 70 Prozent erhalten. Der maximal mögliche Investitionskostenzuschuss liegt derzeit bei 21.000 Euro. Diese Summe soll für die meisten Haushalte schrittweise sinken – nach den Plänen alle sechs Monate. Für Menschen mit einem Jahreseinkommen über 30.000 Euro soll die Höchstfördersumme noch in diesem Jahr zunächst auf 19.600 Euro reduziert werden und bis 2030 auf 13.200 Euro fallen. Für höhere Einkommen sind stärkere Kürzungen vorgesehen. Bei Einkommen ab 40.000 Euro liegt die maximale Förderung schon jetzt bei 16.500 Euro und soll ebenfalls schrittweise sinken. Für Haushalte mit mehr als 50.000 Euro Jahreseinkommen könnte der Zuschuss den Plänen zufolge bis 2030 auf 6.600 Euro zurückgehen. Besser gestellt werden sollen dagegen Haushalte mit sehr niedrigen Einkommen. Wer weniger als 30.000 Euro im Jahr verdient, könnte künftig bis zu 22.400 Euro Förderung erhalten. Außerdem ist ein Kinderbonus geplant: Für Familien mit Kind sollen die Einkommensgrenzen jeweils um 10.000 Euro steigen. Damit könnten sie länger von höheren Zuschüssen profitieren. Reform des Heizungsgesetzes Parallel dazu plant die schwarz-rote Bundesregierung eine Reform des bisherigen Heizungsgesetzes. Die schwarz-rote Koalition will im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz Kernpunkte der von der früheren Ampel-Regierung beschlossenen Regelungen kippen. Der Kern des bestehenden Gebäudeenergiegesetzes soll wegfallen, nämlich die 65-Prozent-Regelung: Diese sieht vor, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Künftig sollen auch neue Gas- und Ölheizungen weiter möglich sein, wenn sie schrittweise einen wachsenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan nutzen. Kritik von den Grünen Von den Grünen kommt deutliche Kritik. Der Energiepolitiker Alaa Alhamwi sagte: "Die Bundesregierung hat den Menschen eine verlässliche Heizungsförderung bis 2029 versprochen." Wer dieses Versprechen jetzt aufweiche, sorge für massive Verunsicherung. Die Regierung riskiere damit auch Arbeitsplätze, weil die Förderung Handwerk und Wärmepumpenindustrie stärke. Die Heizungsbranche fordert vor allem Planungssicherheit. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie erklärte, Anpassungen müssten mit "Augenmaß" erfolgen. Entscheidend sei, dass notwendige Investitionen in den Gebäudebestand nicht ausgebremst würden. AFP/dpa(jst)

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