Altersteilzeit: Regierung möchte beliebtes Blockmodell abschaffen
Bisher nutzen etwa vier von fünf Beschäftigten in Altersteilzeit das Blockmodell, das künftig abgeschafft werden soll. Dies geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sarah Vollath hervor. 2023 machten demnach rund 284 000 ältere Menschen Gebrauch von der Option Altersteilzeit, davon im langjährigen Durchschnitt 82 Prozent im Blockmodell. Blockmodell heißt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten in einer ersten Phase der Altersteilzeit zunächst einige Jahre voll, bekommen aber nur einen Teil des Lohns. Danach erhalten sie in einer zweiten Phase dasselbe Geld weiter, müssen aber nicht mehr arbeiten. Die Rentenkommission empfiehlt, dieses Modell nicht mehr zuzulassen. Zudem soll der mögliche Start einer Altersteilzeit von 55 auf 58 Jahre angehoben werden. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition plädieren dafür, die Vorschläge eins zu eins umzusetzen. Die Linke sieht das kritisch und wollte sich nach eigenen Angaben vorab einen Überblick über die Altersteilzeit verschaffen. Laut Antwort der Regierung machten 2023 rund 189 000 Männer und 95 000 Frauen Gebrauch davon. In 47 Prozent aller Fälle waren sie in Betrieben mit mehr als 1000 Beschäftigten. Die Branchen mit der häufigsten Nutzung waren den Regierungsangaben zufolge Energieversorger, Finanz- und Versicherungsdienstleister und das verarbeitende Gewerbe.