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Altersvorsorge: Sparkassen unterbieten mit Vorsorgedepot Neobroker Scalable

Wirtschaft

Die Deka, der zentrale Fondsdienstleister der Sparkassen, steigt in den Preiskampf um das geförderte Altersvorsorgedepot ein – und bietet das Standardprodukt für 0,1 Prozent Kosten an.

Blick auf das Bankenviertel in Frankfurt am Main: Für den Preiskampf um das neue geförderte Altersvorsorgedepot sehen sich Sparkassen gut gewappnet. Foto: Getty Images/Westend61

Frankfurt. Die deutschen Sparkassen wollen im Wettbewerb um das neue Altersvorsorgedepot Neobrokern Paroli bieten. Ihr zentraler Fondsdienstleister, die Deka, verlangt für das Standarddepot 0,1 Prozent Gebühren pro Jahr, wie er am Mittwochvormittag mitteilte. Weitere Kosten, etwa für die Führung des Depots, fallen nicht an.

Die Deka wird für das Standarddepot nach eigener Aussage eigene börsennotierte Indexfonds (ETFs) nutzen – einen internationalen Aktien-ETF wie auch einen Anleihe-ETF. Abschließen können Kundinnen und Kunden das Produkt digital, also auch über die Sparkassen-App, und in Filialen der 340 Sparkassen.

Bei den Produktkosten „sind wir auf Augenhöhe und sehr wettbewerbsfähig im Markt“, sagte Deka-Vertriebschef Dirk Peters. „Wir sehen uns gut aufgestellt.“

Damit spielt Peters auf das geplante Angebot des Neobrokers Scalable Capital an. Scalable hatte kürzlich mit seiner Produktankündigung für Aufsehen gesorgt: Die Gesamtkostenquote, im Fachjargon Total Expense Ratio (TER), soll beim Scalable-Standarddepot maximal 0,15 Prozent jährlich betragen, im ersten Jahr sogar null Prozent.

Durch die niedrigen Kosten der Sparkassen wird der Preiskampf beim Altersvorsorgedepot angeheizt. Neben Scalable setzen nun vor allem die Sparkassen, die nach eigener Angabe rund 38 Millionen private Girokonten führen, die Konkurrenz unter Druck. Viele Marktteilnehmer rechnen mit einem starken Wettbewerb um Kundinnen und Kunden.

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