DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,36 % 64.375,99 Pkt 03:05:30 Gold +1,07 % 4.111,10 USD 03:10:37 Silber +2,33 % 60,02 USD 03:10:24 Brent -4,27 % 92,65 USD 03:10:22 WTI -4,58 % 85,22 USD 03:10:43 Bitcoin -0,50 % 65.008,27 USD 03:20:34 EUR/USD +0,28 % 1,14090 USD 03:20:24 EUR/GBP -0,07 % 0,85400 GBP 03:20:43 EUR/CHF -0,02 % 0,92910 CHF 03:20:43 EUR/JPY +0,10 % 186,568 JPY 03:20:42

Alzheimer-Früherkennung: Bluttest mit 92% Genauigkeit 7 Jahre voraus

Allgemein

Wissenschaftler entdecken einen bisher unbekannten Mechanismus des Nervenzelltods bei Alzheimer. Gleichzeitig zeigen Bluttests immer präzisere Ergebnisse in der Frühdiagnostik. Karyoptosis: Ein neuer Zelltod-Mechanismus Forscher des King’s College London und des UK Dementia Research Institute haben einen bislang unbekannten Prozess identifiziert, den sie Karyoptosis nennen. Die Studie, veröffentlicht im Juli 2026 in Nature Communications, beschreibt einen Mechanismus, der sich von bekannten Formen des programmierten Zelltods unterscheidet. Auslöser ist die Ansammlung toxischer Proteine. Sie bringen das Enzym p38 MAP-Kinase und das Protein LaminB1 zur Interaktion – mit fatalen Folgen: Der Zellkern destabilisiert sich und kollabiert. In Gewebeproben aus dem frontalen Kortex von Alzheimer-Patienten ließ sich dieser Prozess bei 35 Prozent der Zellen nachweisen. Bei gesunden Vergleichsgruppen waren es nur rund 15 Prozent. Die gute Nachricht: In Laborversuchen an Rattenneuronen konnten die Forscher die Zelltod-Marker deutlich reduzieren – indem sie die p38-LaminB1-Interaktion blockierten. Bluttest erkennt Alzheimer Jahre vor Symptomen Parallel dazu liefert die Ruhr-Universität Bochum vielversprechende Ergebnisse zur Früherkennung. Eine Langzeitstudie in EMBO Molecular Medicine wertete Daten von 779 Teilnehmenden über 17 Jahre aus. Anzeige Angesichts der neuen Möglichkeiten zur Früherkennung fragen sich viele Betroffene, wie es um ihre eigene mentale Fitness steht. Dieser kostenlose Selbsttest mit 7 gezielten Fragen liefert Ihnen in nur 2 Minuten eine erste, diskrete Einschätzung zu möglichen Warnsignalen. Jetzt den anonymen Demenz-Selbsttest starten Das Ergebnis: Die Fehlfaltung von Amyloid-Beta im Blut sagt eine spätere Alzheimer-Erkrankung in der symptomfreien Phase besser vorher als der bisherige Biomarker P-tau217. Ein kombiniertes Panel aus verschiedenen Markern erreichte einen statistischen Wert von 0,87 – im Vergleich zu 0,79 für Amyloid-Beta allein und 0,67 für P-tau217. Ein KI-gestützter Bluttest kann demnach das Risiko bis zu sieben Jahre vor dem Auftreten klinischer Symptome mit 92-prozentiger Genauigkeit vorhersagen. Wirkstoffe und neue Therapieansätze Die Universität Heidelberg und die Shandong-Universität stellen in Molecular Psychiatry einen Wirkstoff vor, der die Paarung schädlicher Proteine verhindert. In Mäuseversuchen verlangsamte die Substanz das Fortschreiten der Krankheit und stabilisierte kognitive Leistungen. Auch bekannte Medikamente rücken in den Fokus: Erste Beobachtungen deuten darauf hin, dass SGLT2-Inhibitoren das Demenzrisiko um bis zu 43 Prozent senken könnten, GLP-1-Agonisten um etwa 33 Prozent. Die Phase-III-Studie PrevenTRON testet zudem den Wirkstoff Trontinemab an 1600 symptomfreien Personen. Anzeige Während die Forschung an neuen Medikamenten arbeitet, können Sie selbst aktiv werden, um Ihre geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen 11 praktische Alltagsübungen und Ernährungstipps, mit denen Sie Demenz gezielt vorbeugen und Ihre Konzentration stärken können. Kostenlosen Ratgeber für geistige Fitness hier herunterladen Genom und Lebensstil Die 3D-Architektur des Genoms verändert sich bei Alzheimer-Patienten. Ein Beitrag in Science vom 24. Juli 2026 zeigt, wie sich aktive und inaktive Chromatinregionen in Gehirnzellen vermischen – mit Folgen für die Genaktivität in Mikroglia-Zellen. Und noch ein simpler Ansatz: Rund 45 Prozent des Demenzrisikos lassen sich durch beeinflussbare Faktoren kontrollieren. Schon 3.000 Schritte täglich können die Ausbreitung von Tau-Proteinen verlangsamen, wie Daten in Nature Medicine belegen.

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