DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 64.336,91 USD 09:20:17 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Alzheimer-Prävention: SGLT2-Inhibitoren senken Risiko um 43%

Gesundheit

Eine aktuelle Metaanalyse der Tufts University zeigt Zusammenhänge mit erhöhten Nüchterninsulin-Werten und einem Anstieg des Langzeitblutzuckers (HbA1c). Die Forscher werteten 21 randomisierte klinische Studien an Erwachsenen aus. Die Überraschung im Darm Als mögliche Ursache vermuten die Wissenschaftler Veränderungen im Darmmikrobiom. Allerdings räumen sie methodische Einschränkungen ein: Verschiedene Süßstoffe wurden gemeinsam ausgewertet, und Beobachtungsstudien lassen keinen direkten Kausalitätsnachweis zu. Für eine abschließende Bewertung seien langfristige Studien nötig. Eine Ausnahme bildet der Zuckeralkohol Erythrit. Er besitzt etwa 70 Prozent der Süßkraft von Zucker, wird im Dünndarm aufgenommen und unverändert ausgeschieden – ohne Blutzucker oder Insulin nennenswert zu beeinflussen. Ergänzende Daten lieferte eine Cambridge-Untersuchung. Forscher testeten 39 Süßstoffe gegen 25 Darmbakterien-Arten. Das Ergebnis: 75 Prozent der Stoffe veränderten das Wachstum mindestens einer Bakterienart. Besonders kritisch bewerteten sie die Kombination von Isosteviol mit dem Antidepressivum Duloxetin – sie unterdrückte wichtige Bakterienstämme und erhöhte die Toxizität im Darm. Neue Medikamente, neue Risiken Im Pharmabereich zeichnen sich Fortschritte ab. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfahl bereits im Mai 2026 eine orale Semaglutid-Tablette. Die Marktzulassung wird für Mitte August erwartet. Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) warnte im Juli vor möglichem Muskelabbau unter GLP-1-Präparaten. Anzeige Da Medikamente allein oft nicht die einzige Lösung für stabile Blutzuckerwerte sind, zeigt ein ehemaliger Betroffener, wie er seinen HbA1c-Wert mit gezielten Alltagsübungen normalisieren konnte. 7 einfache 3-Minuten-Übungen mit Sofortwirkung kostenlos herunterladen Positive Nachrichten kommen von anderen Wirkstoffklassen: Eine Studie im Fachjournal JAMA Network Open zeigt, dass SGLT2-Inhibitoren das Alzheimer-Risiko um bis zu 43 Prozent senken können. Bei Typ-1-Diabetes ergab eine klinische Studie mit 40 Erwachsenen: Metformin reduzierte den Insulinbedarf um 12 Prozent – vermutlich ebenfalls über das Darmmikrobiom. Seit Mitte Juli ist zudem das CGM-System Dexcom Flex in Deutschland verfügbar. Der Sensor richtet sich an Erwachsene mit Typ-2-Diabetes und soll den HbA1c-Wert durch Echtzeitdaten senken. Frauen bleiben unterversorgt Die Versorgung von Frauen mit Stoffwechselstörungen bleibt problematisch. Weltweit sind rund 170 Millionen Frauen vom polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) betroffen. 85 Prozent der Patientinnen haben eine Insulinresistenz, und 70 Prozent der Fälle bleiben unerkannt. Ihr Diabetes-Risiko ist vervierfacht. Untersuchungen an fast 20.000 Patienten zeigen zudem eine Ungleichheit in der Therapie: Frauen erhalten moderne Medikamente wie SGLT2-Hemmer oder GLP-1-Agonisten ein Drittel seltener als Männer. Hinzu kommt: In der Lutealphase des weiblichen Zyklus steigt der Insulinbedarf um etwa 15 Prozent. Anzeige Ein gesunder Stoffwechsel beginnt bei der richtigen Ernährung – dieser Ratgeber eines Experten deckt die häufigsten Fehler auf und zeigt, wie Sie Ihre Werte natürlich in den Griff bekommen. Gratis-Ratgeber mit den 6 Goldenen Regeln der Diabetiker-Ernährung sichern Staatliche Gegenmaßnahmen ab 2028 Die Bundesregierung hat Maßnahmen beschlossen, die ab 2028 greifen sollen. Eine Herstellerabgabe auf zuckergesüßte Getränke ist gestaffelt: Unter 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter bleibt steuerfrei, bei höheren Gehalten werden 26 bis 32 Cent pro Liter fällig. Süßstoffgetränke sind ausgenommen. Die erwarteten Mehreinnahmen: 450 Millionen Euro jährlich. Zudem sind ab 2028 verpflichtende Screenings auf Typ-2-Diabetes bei Krankenhausaufnahmen vorgesehen.

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