Am Tisch der Linkspartei: Israel-Hasser singen „Free Palestine“ auf Oktoberfest
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
München – In der Ratsboxe auf dem Oktoberfest feiern eigentlich Münchens Politiker ausgelassen, können für ein paar Stunden mal die Politik vergessen. Doch ein paar Feiernde sangen israelfeindliche Parolen – und wurden sogar handgreiflich!
Party-Gäste singen „Free Palestine“ auf der Wiesn
Der Vorfall geschah am vergangenen Freitag im Schottenhamel-Zelt. Ex-„Bunte“-Chefredakteurin und FDP‑Stadträtin Patricia Riekel (77) zu BILD: „Die Mitarbeiter im Rathaus und alle Parteien haben dort Tische, die sie nutzen können. Die Stimmung ist immer sehr schön und friedlich, man sitzt parteiübergreifend zusammen.“ Doch dann sprangen plötzlich mehrere junge Leute am Nachbartisch auf. Sie schwangen ihre Palästina-Tücher, dichteten den Fest-Hit „Sweet Caroline“ in „Free Palestine“ um und sangen die israelfeindliche Parole lautstark. Außerdem platzierte die Gruppe auf dem Tisch ein Plakat mit einer Wassermelone, dem Symbol der Israel-Hasser. „ Free Palestine“ (Übersetzt: „Befreit Palästina“) ist seit dem barbarischen Überfall der Hamas-Terroristen auf Israel die Parole, die von israelfeindlichen Gruppen immer wieder als Schlachtruf verwendet wird.
Israel-Hasser ohrfeigen FDP-Politiker
FDP‑Fraktionssprecher Prof. Jörg Hoffmann (56) zu BILD: „Es war eine sehr unangenehme Situation. Ich habe mir das eine Weile angeschaut, aber dann dachte ich: Das geht so nicht.“ Er habe die Truppe, zu der ein Teil offenbar zur Linken Jugend gehörte, bestimmt, aber höflich gebeten, damit aufzuhören. Als das nichts brachte, informierte Hoffmann die Zeltleitung, die Truppe wurde rausgeworfen. Einige Frauen, die dazugehören, kamen wenig später an den Tisch und sahen, dass ihre Freunde weg waren. „Sie bauten sich vor mir auf, nannten mich Völkermörder und Genozid-Freund. Dann hat sie mir eine Watschn gegeben.“
Kein Wiesn-Tisch für die Linken
Die Israel-Hasser erhielten Hausverbot. Stefan Jagel (42), Fraktionschef der Linken im Rathaus, entschuldigte sich sofort, erklärt BILD gegenüber: „Was mir geschildert wurde, ist ein No-Go. Ich bin auch persönlich sehr angefasst. Die Frau (die, die Watschn verteilt hatte, Anm. d. Red. ) war eine Freundin eines Mitglieds und zufällig am Tisch mit dabei. Sie ist kein Mitglied der Linken oder der Linksjugend. Das Ganze wird Konsequenzen haben. Die Betreffenden werden keinen Tisch mehr über unsere Fraktion bekommen. Der Vorfall wird auch auf unserer Kreisvorstandssitzung besprochen werden – und ich habe selbst noch ein Gespräch mit der Frau persönlich.“
Einen Tisch gibt's erst mal ohnehin nicht. Wie die Süddeutsche berichtet, entzog Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grüne) den Linken für den Rest des Oktoberfestes den Wiesn-Tisch.
Neben dem unglaublichen Vorfall ist für Patricia Riekel noch etwas anderes unfassbar: „Was mich besonders aufgeregt hat, war, dass viele andere junge Mädchen, die im Zelt waren, diese Linken bejubelten und die Internationale mitsangen, obwohl sie wahrscheinlich gar nicht wussten, wofür diese Hymne steht.“
Hoffmann will keine Anzeige erstatten, den Vorfall aber noch einmal im Ältestenrat thematisieren. Aufs Oktoberfest geht er trotzdem: „Ich lasse mir die Wiesn nicht vermiesen.“