DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,24 % 64.468,74 USD 12:30:52 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Amazfit Cheetah 2 Pro im Test: Ist die Sportuhr besser als Garmin?

Wirtschaft

Die Amazfit Cheetah Pro gehört zu den besten Amazfit-Sportuhren. Ob der Nachfolger Cheetah 2 Pro sinnvolle Verbesserungen bringt, klären wir im Test. Amazfit konnte in der Vergangenheit wiederholt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis am Smartwatch-Markt punkten, und die Cheetah Pro gehörte zu den besten Uhren mit Sport- und Smart-Features im Preissegment unter 300 Euro. Mit der Cheetah 2 Pro bringt der chinesische Hersteller den Nachfolger auf den Markt, der sich explizit an Läufer richtet. Mit Dualband-GPS inklusive Routennavigation, langer Akkulaufzeit und zahlreichen Trainingsfunktionen kostet die Uhr aber mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 450 Euro auch deutlich mehr als der Vorgänger. Ob die Cheetah 2 Pro ein sinnvolles Update gegenüber der Cheetah Pro darstellt und inwiefern die Uhr wirklich mit ihren Features für Läufer überzeugen kann, klären wir im Test. Design & Tragekomfort Das Design der Amazfit Cheetah 2 Pro unterscheidet sich deutlich von der Cheetah Pro. Insgesamt wirkt das neue Modell moderner, aber auch kantiger als der Vorgänger. Der Hersteller verzichtet auf die drehbare Krone und hat stattdessen vier rechteckige Seitentasten in das Gehäuse integriert. Die Lünette ist wieder mit einer Titanlegierung versehen, nimmt aber insgesamt weniger Platz ein, was das Display mit minimaler Umrandung stärker in den Vordergrund rückt. Auch beim Armband hat sich einiges geändert. Denn anstelle eines Stoffarmbands mit Klettverschluss hat Amazfit sich für ein klassisches Silikonarmband mit Dornenschließe aus Metall entschieden. Welche Variante besser ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Optisch und von der Verarbeitung her macht das Armband der Cheetah 2 Pro aber einen guten Eindruck. Übrigens ist die Uhr bis 5 ATM wasserdicht, weshalb sie sich auch zum Schwimmen eignet. Beim Tragekomfort kann die Cheetah 2 Pro mit einem relativ geringen Gewicht von 45,2 g punkten. Die Größe ähnelt mit 48 × 48 × 15,6 mm der einer Garmin Fenix 7. Dabei macht die Uhr einen recht wuchtigen, aber nicht übertrieben schwerfälligen Eindruck. Insgesamt fühlt sich die Smartwatch am Handgelenk angenehm an und stört auch nicht beim Schlafen. Display Amazfit hat auch das Display der Cheetah 2 Pro gegenüber dem Vorgänger angepasst und es überraschenderweise verkleinert. Statt 1,45 Zoll mit Corning Gorilla Glass 3 gibt es jetzt 1,32 Zoll mit Saphirglas. Die Auflösung fällt mit 466 × 466 auch minimal geringer aus. Dafür hat der Hersteller an der Helligkeit geschraubt und bietet jetzt maximal 3.000 Nits. Dieser Helligkeits-Boost wirkt sich in der Praxis deutlich aus, denn die Anzeige ist jederzeit hervorragend lesbar, auch bei starker, direkter Sonneneinstrahlung. Je nachdem, ob man die Helligkeit manuell auf maximale Stärke einstellt, kann das Display im Dunkeln sogar blenden. Amazfit Cheetah 2 Pro: Bilder Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Amazfit Cheetah 2 Pro heise bestenlisten Einrichtung & Bedienung Für die Ersteinrichtung laden wir die Amazfit Zepp App auf unser Smartphone herunter und koppeln die Cheetah 2 Pro via Bluetooth ans Telefon. Anschließend machen wir uns in einem kurzen Tutorial mit den wichtigsten Funktionen und der Steuerung der Uhr vertraut. Wer möchte, kann direkt die Firmware der Smartwatch auf die neueste Version aktualisieren. Die Bedienung an sich geht in der Praxis gut von der Hand, weil sowohl die Eingaben über das Touch-Display als auch die vier Seitentasten zuverlässig funktionieren. Lags oder Fehleingaben können wir nicht feststellen. Wer die drehbare Krone des Vorgängermodells zu schätzen wusste, wird sich allerdings etwas umgewöhnen müssen. Auch Nutzer, die die Bedienung einer Garmin-Uhr gewohnt sind, werden eine gewisse Zeit brauchen, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Training & Fitness Obwohl sich die Amazfit Cheetah 2 Pro speziell an Laufsportler mit Marathon-Ambitionen richtet, hat die Uhr die gewohnte Auswahl an Trainings- und Fitness-Features zu bieten. Mehr als 170 verschiedene Modi decken eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten ab. Je nachdem, welche Sportart wir wählen, ob Ausdauer-, Ball-, Wasser-, Trend- oder Kraftsport, bietet die Cheetah 2 Pro verschiedene Datenprofile, die auf das jeweilige Training abgestimmt sind. Damit haben die unterschiedlichen Modi eine Berechtigung, weil sie mehr Daten aufzeichnen als nur Trainingsdauer und Kalorien. Für die optimale Trainingsanalyse sorgen zusätzliche Datensätze wie VO2-Max, Trainingsbelastung, Trainingsstressbalance und Trainingseffekt. Zudem kann die Smartwatch insgesamt acht verschiedene Sportarten sowie 25 Krafttrainingsübungen automatisch erkennen. Das funktioniert im Test auch relativ gut. Teilweise benötigt die Uhr eine Weile, um die Trainingserkennung zu starten, aber das lässt sich verschmerzen. Etwas mehr Probleme hat die Cheetah 2 Pro beim Erkennen der Kraftübungen, aber immerhin können wir falsche oder nicht erkannte Übungen manuell in der App nachtragen. Auch der von anderen Amazfit-Modellen bekannte Hyrox-Race-Modus ist wieder mit an Bord, ebenso wie die Möglichkeit, über die Zepp App eigene Trainingseinheiten zu planen und auf der Uhr anzeigen zu lassen. KI-Trainingspläne gibt es ebenfalls, aber die Cheetah 2 Pro unterstützt auch die Apps Strava, Training Peaks und Runna, über die sich Trainingspläne auf die Smartwatch importieren lassen – ein sehr praktisches Extra. Selbstverständlich bietet die Cheetah 2 Pro auch ein integriertes GPS-Modul, für das Amazfit eine besonders hohe Genauigkeit dank Dualband und sechs abgedeckten Satellitensystemen verspricht. Dabei bietet die Smartwatch auch Offline-Karten, eine automatische Routenumleitung, Abbiegeanweisungen in Echtzeit und eine Punkt-zu-Punkt-Routenplanung, mit der wir eine Rundroute anhand einer von uns festgelegten Distanz direkt auf der Uhr planen können. Die Genauigkeit der Streckenaufzeichnung kann im Test überzeugen: Auf einer Laufstrecke von 6,5 km wich die Uhr nirgendwo von der tatsächlich gelaufenen Strecke ab und lieferte sogar minimal genauere Daten als die Garmin Fenix 7. Für die Offline-Karten-Funktion machen wir uns den integrierten Speicher von 32 GB zunutze. Dabei wird ein Teil des Speichers zwar vom Betriebssystem belegt, trotzdem bleibt aber noch ausreichend Platz, um über die App einzelne Kartenausschnitte zu definieren und via WLAN oder Bluetooth auf die Uhr zu laden. Die maximale Größe eines Kartenausschnitts beträgt dabei etwas weniger als Deutschland. Wir können aber mehrere Kartenausschnitte separat voneinander herunterladen. Je nachdem, wie groß der Download ausfällt, kann der Übertragungsprozess aber bis zu einer Stunde dauern. Kleine Ausschnitte dauern hingegen nur ein paar Minuten. Wer also spontan die Karte der näheren Umgebung auf die Uhr laden möchte, muss dafür keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen. Was uns neben der hervorragenden Navigationsfunktion der Cheetah 2 Pro ebenfalls überzeugen kann, ist die Pulsmessung. Amazfit hat sich für einen PPG-Biometriesensor mit zwei LEDs und fünf Photodioden (PD) entschieden, was auf dem Papier für eine besonders hohe Genauigkeit sorgen soll. Im Vergleich mit einem Brustgurt kann die Smartwatch zwar nicht ganz mithalten, aber selbst bei HIIT-Einheiten liegen die Abweichungen nur im niedrigen einstelligen Bereich. Zepp Fitness App: Amazfit Cheetah 2 Pro Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Zepp Fitness App heise bestenlisten Schlaf & Gesundheit Wie andere aktuelle Amazfit-Modelle unterstützt auch die Cheetah 2 Pro die Schlafüberwachung mithilfe von Restore IQ. Dabei handelt es sich um einen KI-Algorithmus, der aufgezeichnete Schlafdaten wie Schlafdauer, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung auswertet. Das Tracking von Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie Wachphasen funktioniert absolut zuverlässig, wobei die Bewertung unserer Schlafqualität zwar nur bedingt aussagekräftig ist, aber zumindest nachvollziehbar wirkt. Wer möchte, kann übrigens zusätzliche Schlaf-Tags eintragen und angeben, was vor dem Schlafen vorgefallen ist. Auch die Aufwachstimmung lässt sich aufzeichnen. Obwohl die Amazfit Cheetah 2 Pro über die Zepp App noch einige weitere Gesundheitsfunktionen bietet, wie Tracking des Körpergewichts, Messung des Kalorienverbrauchs, Stresslevel und PAI (physischer Aktivitätsindex) enttäuscht die Uhr in Hinblick auf die spezifischen Features für Frauen. Es gibt zwar ein Zyklus-Tracking, wir können in der App aber nur die Dauer des Zyklus sowie den Zeitpunkt der vergangenen Periode angeben. Dann berechnet die App fruchtbare Phasen und den voraussichtlichen Beginn der nächsten Periode. Symptome, Körpertemperatur etc. lassen sich in der App nicht notieren. Weitere Features Erfreulicherweise bietet die Amazfit Cheetah 2 Pro wie andere Modelle des chinesischen Herstellers noch einige nützliche Zusatzfunktionen. Der integrierte Speicher erlaubt beispielsweise die Übertragung von Musik, allerdings nur als Datei vom Smartphone. Apps wie Spotify, Deezer und Co. werden nicht unterstützt. Dafür setzt Amazfit auch bei der Cheetah 2 Pro wieder auf den KI-Sprachassistenten Zepp Flow, der dank des eingebauten Mikrofons die Beantwortung von eingehenden Nachrichten oder die Steuerung der Uhr via Sprachbefehl erlaubt. Telefonieren können wir über die Uhr allerdings nur in Verbindung mit dem eigenen Smartphone, weil die Cheetah 2 Pro auf einen eSIM-Slot verzichtet. Zusätzlich unterstützt die Cheetah 2 Pro auch das kontaktlose Bezahlen via NFC über Zepp Pay. Wer Kunde einer der wenigen Banken ist, die Zepp Pay unterstützen, kann bis zu acht Bankkarten auf der Uhr speichern und damit auch ohne Smartphone oder physische Karte an entsprechenden Lesegeräten bezahlen. Akku Amazfit gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 20 Tagen bei typischer Nutzung und 10 Tagen bei intensiver Nutzung an. Die Kapazität des Akkus liegt bei 520 mAh, was verhältnismäßig viel ist und deutlich über den 440 mAh des Vorgängers liegt. der Praxis hält der Akku tatsächlich 17 Tage durch – trotz drei 90-minütiger Sporteinheiten mit GPS, deaktiviertem Always-on-Display und aktivierten Benachrichtigungen. Das ist ein hervorragender Wert und ein deutlicher Pluspunkt für die Cheetah 2 Pro. Preis Amazfit verlangt für die Cheetah 2 Pro mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 450 Euro rund 50 Prozent mehr als das Vorgängermodell. Die Uhr ist ausschließlich in der Farbe Schwarz mit silberner Titanlünette verfügbar. Der Straßenpreis liegt zum Testzeitpunkt bei etwa 440 Euro. Fazit Die Amazfit Cheetah 2 Pro ist eine sinnvolle Weiterentwicklung der Cheetah Pro und empfiehlt sich vor allem für Sportler, die präzise Navigation, Offline-Karten und eine lange Akkulaufzeit in den Vordergrund stellen. Das GPS-Modul überzeugt im Test ebenso wie die Routenplanung – und beim Akku setzt die Uhr mit bis zu 17 Tagen Laufzeit einen Maßstab, den kaum ein Konkurrenzmodell erreicht. Den direkten Vergleich mit der Garmin Forerunner 570 verliert die Cheetah 2 Pro jedoch knapp: Die Lauf-spezifischen Funktionen sind bei Garmin insgesamt ausgereifter und durchdachter. Die Amazfit-Uhr punktet dagegen mit der besseren Akkulaufzeit und dem Hyrox-Race-Modus als echtem Alleinstellungsmerkmal. Wer also eine leistungsstarke Sportuhr mit hervorragender Navigation und langer Akkulaufzeit sucht und dabei nicht zwingend auf das ausgefeilteste Läufer-Ökosystem angewiesen ist, liegt mit der Amazfit Cheetah 2 Pro richtig. Wer hingegen maximale Tiefe bei den Laufanalysen erwartet, greift besser zur Garmin Forerunner 570.

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