Amazon bietet neue Option für Millionen Kunden an - und kaum einer hat es gemerkt
Was als kleine Änderung im Bezahlvorgang erscheint, ist in Wahrheit der Startschuss für eine europäische Revolution.
Wer aufmerksam durch den Bezahlvorgang bei Amazon klickt, dem könnte eine kleine, aber wichtige Änderung auffallen. Der Online-Händler hat damit begonnen, die neue europäische Bezahlmethode Wero zu integrieren. Bald ersetzt der Dienst die bisherige Option iDEAL, ein vor allem in den Niederlanden verbreitetes System für direkte Banküberweisungen.
Amazon führt Wero ein – aber mit einer Einschränkung
In der Praxis bedeutet das, dass die Option während einer Übergangsphase als „Bezahlen mit iDEAL | Wero“ angezeigt wird. Allerdings gibt es zum Start eine erhebliche Einschränkung, denn die Funktion steht aktuell nur Kunden zur Verfügung, die ein Konto bei einer der teilnehmenden, überwiegend niederländischen Banken führen.
Zu dieser Liste gehören bekannte Namen wie ABN AMRO, ING, N26, Rabobank und Revolut, was erklärt, warum die meisten deutschen Nutzer davon noch nichts mitbekommen haben.
Hier die Liste aller Banken, die aktuell Teil des Programms sind:
ABN
AMRO
Adyen
bunq
BUUT
ASN Bank
FINOM Payments
ING
Knab
Mollie
N26
Nationale-Nederlanden
Rabobank
RegioBank
SNS Bank
Triodos Bank
Revolut
Van Lanschot Kempen
Yoursafe
Was steckt hinter dem neuen Bezahldienst?
Bei Wero handelt es sich nicht um einen beliebigen neuen Finanzdienstleister, sondern um das ambitionierte Projekt der European Payments Initiative – kurz EPI. Dieser Zusammenschluss zahlreicher großer europäischer Banken und Finanzdienstleister hat ein klares Ziel: ein einheitliches, europaweites Zahlungssystem zu etablieren.
Wero soll eine direkte Alternative zu den US-dominierten Diensten wie PayPal, Apple Pay sowie den etablierten Kreditkartennetzwerken von Visa und Mastercard werden.