Amazon Prime: Bundesgerichtshof verhandelt über Preiserhöhung
Der Rechtsstreit um die Preiserhöhung bei Amazon Prime erreicht die höchste Instanz. Am heutigen Donnerstag verhandelt laut dpa-Informationen der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe über die Frage, ob Amazon die Mitgliedsbeiträge im Jahr 2022 einseitig und ohne ausdrückliche Zustimmung der Kunden anheben durfte. Nach zwei Niederlagen vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht Düsseldorf will das Unternehmen nun am BGH erreichen, dass die Preisanpassung rechtens war.
Amazon hatte die Preise im September 2022 angehoben. Der Jahresbeitrag stieg damals von 69 Euro auf 89,90 Euro, die monatliche Option kletterte von 7,99 Euro auf 8,99 Euro. Amazon begründete den Schritt mit gestiegenen Kosten und verwies darauf, Kunden transparent informiert zu haben, inklusive Hinweis auf das jederzeitige Kündigungsrecht. Die Vorinstanzen sahen das anders und erklärten die verwendete Preisanpassungsklausel für unwirksam.
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Sammelklage läuft parallel am OLG Hamm
Sollte der BGH die Urteile der Düsseldorfer Richter bestätigen, drohen Amazon Rückzahlungen in Millionenhöhe. Parallel läuft beim Oberlandesgericht Hamm bereits eine Sammelklage der Verbraucherzentrale NRW. Rund 145.000 Betroffene haben sich bislang in das entsprechende Klageregister beim Bundesamt für Justiz eingetragen. Laut Verbraucherschützern geht es je nach gewähltem Tarif aktuell um Rückforderungen von bis zu rund 60 Euro pro Person. Ein Eintrag in das Register ist weiterhin bis drei Wochen nach Ende der dortigen mündlichen Verhandlung möglich. Hatten wir ja bereits alles erwähnt:
Amazon Prime: So gibt es eventuell Geld zurück Bei Amazon Prime gab es 2022 eine Preiserhöhung, die der Verbraucherzentrale NRW sauer aufstößt....
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