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Amazon Prime: Jahresabo für langjährige Kunden kostet wieder 69 Euro

Wirtschaft

Amazon senkt den Preis für das Prime-Jahresabo langjähriger Mitglieder von 90 auf 69 Euro. Das geht aus einer E-Mail an Prime-Kunden hervor, die heise online vorliegt. Die Preissenkung ist eine Reaktion auf das Urteil des Bundesgerichtshofs, der am Donnerstag eine Prime-Preiserhöhung aus dem Jahr 2022 für unwirksam erklärt hat.

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Der reduzierte Preis gilt ab der jeweils nächsten Zahlung, deren Termin im Amazon-Konto hinterlegt ist. Kunden müssen nichts weiter tun, die Änderung erfolgt laut der E-Mail automatisch. Wer jährlich zahlt, spart damit 21 Euro. Am Leistungsumfang ändert sich nichts.

Die Senkung gilt nicht für alle Prime-Mitglieder. Ein Amazon-Sprecher hatte zuvor gegenüber heise online angekündigt, den Beitrag für Kunden anzupassen, deren Mitgliedschaft vor dem 15. September 2022 begann und seitdem unverändert besteht. Wer Prime später abgeschlossen hat, zahlt demnach weiterhin den regulären Preis.

Ausdrücklich vorübergehend

Amazon bezeichnet die Preissenkung in der E-Mail ausdrücklich als vorübergehend. Wie lange der alte Preis gelten soll, schreibt das Unternehmen allerdings nicht.

Mitte September 2022 hatte Amazon den Jahresbeitrag für bestehende Mitgliedschaften von 69 auf 90 Euro angehoben, den Monatsbeitrag von 8 auf 9 Euro. Die zugrunde liegenden Klauseln in Amazons AGB waren laut BGH aber so unklar formuliert, dass Kunden nicht erkennen konnten, ob sie die Erhöhung ablehnen dürfen oder nur kündigen können. Das Landgericht Düsseldorf hatte die Preiserhöhung bereits im Januar 2025 für ungültig erklärt, das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte das im Oktober 2025. Die Klage hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen angestrengt. Amazon zeigte sich gegenüber heise online mit den Urteilen nicht einverstanden. Das Urteil des BGH (Az. III ZR 205/25) ist rechtskräftig.

Geld zurück nur per Sammelklage

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Die Preissenkung gilt nur für künftige Zahlungen. Für die seit 2022 zu viel gezahlten Beiträge verweist Amazon auf ein gesondertes Verfahren. Damit ist die Sammelklage der Verbraucherzentrale NRW vor dem Oberlandesgericht Hamm (Az. I-13 VKl 1/25) gemeint, die auf eine Rückerstattung der Differenz zielt. Bis Juni hatten sich mehr als 130.000 Verbraucher dafür eingetragen.

Wie viel Geld Betroffene zurückbekommen könnten, hängt von Tarif und Dauer der Mitgliedschaft ab. Im Juni bezifferte die Verbraucherzentrale den möglichen Anspruch auf bis zu 60 Euro. Teilnehmen können alle, die ihre Prime- oder Prime-Student-Mitgliedschaft vor der Preiserhöhung 2022 abgeschlossen haben. Die Eintragung im Klageregister des Bundesamts für Justiz ist kostenlos und weiterhin möglich, teilt die Verbraucherzentrale NRW mit.

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