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Amazon schränkt freiwillige 30-Tage-Rückgabe ab September ein

Technologie

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Amazon verändert ab Herbst 2026 die Rückgaberegeln für zahlreiche Produktbereiche. In mehreren Kategorien entfällt die bisher freiwillig gewährte 30-Tage-Frist. Kunden müssen Rücksendungen dort künftig schneller anmelden. Für Händler wird die Änderung ebenfalls wichtig, weil fehlerhafte Angaben zu Rückgabefristen rechtliche Risiken auslösen können.

Ab dem 1. September 2026 gilt die bisherige 30-Tage-Frist in zahlreichen Kategorien bei Amazon nicht mehr. Stattdessen greift in diesen Bereichen nur noch das gesetzliche Widerrufsrecht. Kunden müssen eine Rücksendung dann binnen 14 Tagen nach Erhalt beantragen.

Nach der Anmeldung bleiben weitere 14 Tage, um die Ware tatsächlich zurückzuschicken. Damit verkürzt sich vor allem die Frist, in der Kunden die Rückgabe einleiten können.

Der „Händlerbund“ berichtet mit Verweis auf einen Hinweis im Sellerforum über die Änderung. Dort schildert ein Online-Händler eine entsprechende Nachricht von Amazon.

Diese Kategorien sind von der Änderung betroffen

Die neue Regelung betrifft Produkte unabhängig davon, ob der Versand durch Amazon oder durch einen Dritthändler erfolgt. Entscheidend ist die jeweilige Produktkategorie.

Zu den betroffenen Bereichen zählen:

Babyprodukte

Beauty

Drogerie und Körperpflege

Garten

Garten und Freizeit

Haus und Garten

Haustierbedarf

Koffer

Rucksäcke und Taschen

Lebensmittel und Getränke

Luxury Beauty

Möbel

Mobile Electronics

Musikinstrumente und DJ-Equipment

Reifen

Wein

Zubehör für Gewerbe

Industrie und Wissenschaft

Auf den Produktdetailseiten sollen die passenden Rückgabefristen automatisch angezeigt werden. Käufer sehen dort, ob weiterhin 30 Tage oder nur noch 14 Tage gelten.

Händler können freiwillig längere Rückgabefristen anbieten

Für Händler entfällt in den genannten Bereichen die bisher automatisch geltende freiwillig längere Rückgabefrist. Sie können auf Wunsch aber weiter längere Rückgabezeiten anbieten. Amazon stellt Verkäufern mit Versand durch Verkäufer frei, ihre Rückgabebedingungen unter dem Punkt Widerrufsrecht anzupassen, wenn sie längere Fristen ermöglichen wollen. Eine längere Rückgabezeit kann für Händler eine Möglichkeit sein, sich im Wettbewerb abzuheben und das Einkaufserlebnis für Kunden zu verbessern.

Für Produkte, deren Lieferung bis zum 1. Oktober 2026 erfolgt, gilt eine Übergangsregel. Diese fallen noch unter die bisherige freiwillige 30-Tage-Regelung.

Händler müssen ihre Rechtstexte und Angaben aktiv prüfen und anpassen. Fehlerhafte Informationen zu Rückgabefristen können eine Abmahngefahr auslösen und Kosten sowie zusätzlichen Aufwand verursachen.

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