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Amazon: US-Wettbewerbshüter klagen wegen verteuerter Werbeplätze

Wirtschaft

Dieser Ausdruck wurde am 01.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Unfaire Preise bei Auktionen? Klage gegen Amazon wegen künstlich verteuerter Werbeplätze

Amazon verdient Milliarden mit dem Verkauf von Werbeplätzen. Bei Auktionen habe der Onlinehändler jedoch heimlich die Preise erhöht und einen »versteckten Aufschlag« verlangt, sagt die US-Wettbewerbsbehörde FTC.

01.09.2026, 10.39 Uhr

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Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und die Generalstaatsanwälte von 22 Bundesstaaten verklagen den Internetriesen Amazon. Sie werfen dem Onlinehändler vor, bei Auktionen um Werbeplätze die Preise künstlich erhöht zu haben. Über mehr als sieben Jahre habe Amazon auf diese Weise vermutlich zweistellige Milliardenbeträge eingenommen, teilte die Behörde mit.

Unternehmen können Amazon dafür bezahlen, dass ihre Anzeigen bei bestimmten Suchergebnissen erscheinen. Welches Unternehmen den Werbeplatz erhält, entscheidet eine Auktion. Nach Darstellung der FTC muss der Höchstbietende normalerweise nur einen Cent mehr zahlen als der Zweitplatzierte. Bietet eine Firma 200 Dollar und eine andere 190 Dollar, würde der Preis demnach bei 190,01 Dollar liegen. Bei Produktanzeigen habe Amazon jedoch in nahezu vier von fünf Fällen den vollständigen Betrag des Höchstgebots verlangt, so der Vorwurf. Damit habe der Konzern gegen die eigenen Regeln verstoßen.

Die FTC sieht dafür auch Belege in internen Dokumenten. Darin sei von einem »versteckten Aufschlag« die Rede. Außerdem habe Amazon die Preise mit fiktiven Auktionsteilnehmern in die Höhe getrieben. Der Klage zufolge nahm Amazon die heimliche Änderung vor, weil der Techkonzern unzufrieden mit den Einnahmen aus den Werbeauktionen war.

FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson erklärte, die höheren Kosten seien größtenteils an amerikanische Verbraucher weitergegeben worden. Die Amazon-Aktie lag am Montag rund 2,5 Prozent im Minus.

Ein Vorschlag von Jeff Bezos sorgt in den USA für Aufsehen: 50 Prozent der Einkommensbezieher sollen keine Einkommensteuer mehr zahlen. Warum der Amazon-Gründer ärmere Amerikaner von Steuern befreien will, lesen Sie hier.

luc/dpa

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