Amy Acton: Demokratische Gouverneurskandidatin in den USA angegriffen
Ein bewaffneter Mann ist bei einem Wahlkampfauftritt auf die demokratische Kandidatin für das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Ohio, Amy Acton, losgegangen. Mehrere Menschen wurden dabei am Sonntag (Ortszeit) verletzt, teilten Vertreter ihrer Kampagne mit. Acton selbst sei unverletzt geblieben. Als Tatverdächtiger wurde laut New York Times ein 38-Jähriger festgenommen.
Der Verdächtige habe Helfer zu Boden gestoßen und sei festgenommen worden, teilte Chris Anderson, Vorsitzender der Demokratischen Partei im Bezirk Mahoning, mit. Der Angreifer sei bei der Festnahme im Besitz »mehrerer Waffen« gewesen. Nach Angaben von Behörden versuchte der Mann, sich gewaltsam zu Acton vorzukämpfen, während sie am Stand der Demokraten auf der Canfield Fair sprach.
Die Polizei und die Ohio State Highway Patrol griffen nach Angaben von Gouverneur Mike DeWine schnell ein. »Gewalt oder die Androhung von Gewalt bei politischen oder öffentlichen Veranstaltungen ist immer inakzeptabel«, sagte der Republikaner.
Mehr politische Gewalttaten
Actons republikanischer Konkurrent Vivek Ramaswamy verurteilte den Vorfall ebenfalls. Kandidaten müssten Wähler treffen können, »ohne sich um Drohungen oder Gewalt sorgen zu müssen«, erklärte sein Wahlkampfteam.
Der Vorfall reiht sich in eine Zunahme politischer Gewalt in den USA ein. In den vergangenen Jahren gab es unter anderem Anschläge auf Donald Trump und einen Angriff auf den Ehemann der damaligen demokratischen Repräsentantenhauschefin Nancy Pelosi. In Minnesota wurden im Juni 2025 die demokratische Abgeordnete Melissa Hortmann und ihr Ehemann durch Schüsse getötet.
Acton war vor ihrer Kandidatur Gesundheitsdirektorin Ohios. Sie wurde 2019 von DeWine in das Amt berufen und erlangte während der Coronapandemie landesweite Bekanntheit.
Die Wahl für das Gouverneursamt in Ohio findet parallel zur Zwischenwahl zum US-Kongress am 3. November statt. Amtsinhaber Mike DeWine steht nicht erneut zur Wahl.