Amy Winehouse: Vater muss Freundinnen der Sängerin fast eine Million Pfund zahlen
Der Vater von Amy Winehouse muss zwei Freundinnen der verstorbenen Sängerin 950.000 Britische Pfund (rund 1,1 Millionen Euro) zahlen. Das ordnete eine britische Richterin an, nachdem Mitch Winehouse im April einen Prozess um den Verkauf persönlicher Gegenstände der Musikerin verloren hatte. Der Vater der Sängerin habe dem Ruf, den Karrierechancen, der finanziellen Sicherheit und der Gesundheit der beiden Frauen geschadet, befand die Richterin laut übereinstimmenden Medienberichten. Die ehemalige Stylistin und die ehemalige Mitbewohnerin von Amy Winehouse, Naomi Parry und Catriona Gourlay, hatten zwischen 2021 und 2023 mehr als 150 Objekte verkauft, die Winehouse zu Lebzeiten gehört hatten – darunter Handtaschen, Kleider und Kosmetik. Sie erzielten damit Medienberichten zufolge mehr als 1,4 Millionen. Mitch Winehouse zog deswegen gegen Parry und Gourlay vor Gericht. Er argumentierte, sie hätten die Objekte nicht verkaufen dürfen. Sein Anwalt warf den beiden vor, sie hätten die »Vergesslichkeit« des Vaters ausgenutzt. Parry habe gewusst, dass Mitch Winehouse keinen Überblick über diese Dinge gehabt habe. Parry und Gourlay bestritten dagegen, unehrlich gehandelt zu haben. Amy Winehouse habe ihnen die Gegenstände geschenkt oder geliehen. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die beiden Frauen dem Vater der verstorbenen Sängerin nichts verheimlicht hätten. Dieser habe »die ganze Zeit über« von den geplanten Verkäufen gewusst und erst im Anschluss Geld gefordert. Die Richterin ging am Mittwoch hart mit Mitch Winehouse ins Gericht. »Der Kläger entschied sich dafür, eine von vornherein schwache Klage einzureichen, diese aggressiv und unerbittlich bis zum Ende zu verfolgen und schwerwiegende sowie unbegründete Vorwürfe gegen die Beklagten zu erheben«, sagte sie. Dass er dies »zwei jungen Frauen« angetan habe, »die treu an der Seite von Amy« gestanden hätten, mache dieses »unvernünftige Verhalten besonders schwerwiegend«.