An alle Sparkassen-Kunden: Dieses Update keinesfalls machen
In deutschen Postfächern landen derzeit Nachrichten, die im Namen der Sparkasse ein Update für das S-pushTAN-Verfahren ankündigen. Ohne diese Aktualisierung, so die Behauptung, lasse sich S-pushTAN Online nicht mehr wie gewohnt verwenden. Starten sollen Betroffene den Vorgang über einen Link, der direkt in der E-Mail mitgeliefert wird. Die Masche greift ein Thema auf, das im Onlinebanking normal ist: Sicherheitsverfahren werden regelmäßig weiterentwickelt, App-Updates gehören zum Standard. Genau diese Selbstverständlichkeit machen sich die Täter zunutze. Druck ausüben Bild mit KI erstellt Nur mit dem Update bleibe der Zugang "sicher und uneingeschränkt" nutzbar, heißt es – der Vorgang selbst dauere lediglich wenige Minuten. Beides zusammen soll den Eindruck erzeugen, dass eine schnelle Erledigung im eigenen Interesse liegt. Wer aber S-pushTAN gar nicht nutze, könne die Mail einfach ignorieren. Dieser Hinweis nimmt der Nachricht die aufdringliche Note und lässt sie deutlich seriöser wirken, als sie ist. Diese Merkmale entlarven die Mail Mehrere Punkte sprechen klar gegen einen echten Absender: Es fehlt jede Anrede, die Absenderadresse wirkt unseriös, ein Sicherheitsupdate wird als zwingend dargestellt und die Aktualisierung soll ausgerechnet über einen Link in der E-Mail erfolgen. Banken und Sparkassen verschicken allerdings keine Update-Links per Mail. Aktualisierungen für Banking-Apps kommen ausschließlich aus dem App Store oder von Google Play. Im Zweifel gilt: Nichts anklicken, und die Nachricht in den Spam-Ordner verschieben. Das rät die Verbraucherzentrale Generell rät die Verbraucherzentrale, verdächtige Nachrichten unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und den Aufforderungen nicht nachzukommen. Bei Unsicherheit ist es ratsam, auf der offiziellen Webseite oder der App des jeweiligen Unternehmens, einer Behörde oder eines Finanzinstituts nachzuschauen, ob dort ähnliche Nachrichten zu finden sind. Verdächtige E-Mails können Sie auch an die Adresse phishing (at) verbraucherzentrale.nrw weiterleiten. Auf dieser Basis will die Verbraucherzentrale über aktuelle Betrugsmaschen informieren. Personenbezogene Daten werden dabei anonymisiert. Da laut eigenen Angaben viele E-Mails die Verbraucherzentrale erreichen, werden diese nicht beantwortet.