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an diesen Schrauben muss Trainer Vincent Kompany drehen

Sport

FC Bayern München vor fünf Partien in nur zwei Wochen - an diesen Schrauben muss Trainer Vincent Kompany drehen

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Der FC Bayern musste zuletzt überraschende Resultate verdauen. Gegen Viking Stavanger und den FC Augsburg kam der deutsche Rekordmeister jeweils nicht über ein Remis hinaus, kassierte beide Male frühe Treffer und ging mit einem Rückstand in die Kabine. Noch ist der FCB ungeschlagen, eine Krise sieht ganz anders aus - und doch muss Trainer Vincent Kompany dringend an ein paar Stellschrauben drehen.

"Wir werden in den nächsten Spielen den Charakter und die Spielweise sehen, zu der wir in der Lage sind." Punkt. Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen ließ keinen Zweifel daran, was er von der Mannschaft erwartet.

Dass er das überhaupt betonen musste, lag vor allem an den jüngsten Punkteteilungen auf europäischer Bühne gegen Stavanger und in der Liga gegen Augsburg. Doch auch im September war beim 0:0 auf Schalke oder dem mühsamen 2:1 bei Aufsteiger Elversberg Luft nach oben.

Wie es um die Münchner tatsächlich steht, wird sich in den kommenden 14 Tagen mit fünf Partien in drei Wettbewerben zeigen.

Es geht unter anderem gegen Leipzig (Samstag ab 18:30 Uhr im Liveticker), Tabellenführer Freiburg, Erzrivale Dortmund und in der Champions League am Mittwoch gegen Englands Meister Arsenal (ab 21:00 Uhr im Liveticker).

"Jetzt kommen Wochen, in denen man sich auf jedes Spiel freuen kann und wo wir uns mit den Allerbesten messen", bekräftigte Trainer Vincent Kompany. "Unsere Basis ist sehr viel Energie und Laufbereitschaft." Diese Komponenten seien vorhanden. Es gibt allerdings Faktoren, die die Bayern nicht außer Acht lassen dürfen:

1.) Defensive Defekte

"Wir haben es besprochen und abgeschlossen", beschied Kompany einen Tag vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig. Gemeint hat der Belgier die fünf Gegentore, die seine Auswahl sich in Stavanger und Augsburg einfing. Mal erlaubten sich die Bayern Ballverluste im Aufbauspiel, wie etwa Kapitän Joshua Kimmich vor dem Treffer zum 3:3 für Stavanger. Mal stand man zu offen und lief in einen Konter - wie beim 2:0 für Viking.

Geht es nach Ehrenpräsident Uli Hoeneß, hat die dreiwöchige Länderspiel-Pause massiven Anteil an den aktuellen Unzulänglichkeiten des FCB. "Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt, dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal", monierte Hoeneß bei "Bild TV". Dabei sei die UEFA Nations League ein "alberner Wettbewerb". Und nun? "Es ist wichtig, schnell den Strich drunter zu ziehen", so Kompany - am besten mit einem Zu-Null-Spiel gegen Leipzig.

2.) Stars auf Formsuche

49 (!) Scorer-Punkte in 51 Partien - Luis Díaz war in der vergangenen Saison wohl ebenso wichtig wie Harry Kane. Der Kolumbianer traf, bereitete vor, ackerte unermüdlich. Letzteres hat sich der 29-Jährige bewahrt, Tore und Assists aber gehen Díaz nicht mehr so leicht von der Hand. Nach neun Pflichtspielen kommt der Linksaußen nur auf zwei Treffer. Díaz wirkt überspielt, die Durchschlagskraft hat nachgelassen.

Doch auch andere große Namen im Kader tun sich schwer. Joshua Kimmich verzettelt sich überraschend häufig, Lennart Karl ist nach überstandener Verletzung (Muskelbündelriss) auf der Suche nach der gewohnten Leichtigkeit. Nach der fahndet auch Neuzugang Nathaniel Brown, der nach furiosem Saisonstart zuletzt ein paar Schnitzer in die Arbeit nach hinten einbaute.

Torwart-Ikone Manuel Neuer leistete sich obendrein in Augsburg eine kuriose Slapstick-Einlage, die den Schwaben zum schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte verhielf. Alles keinen Dramen, aber doch in der Summe ein limitierender Faktor im Spiel der Roten.

3.) Spielfreude mit Schönheitsfehlern

Die Bayern mögen in der Liga nur Platz drei und in der Champions League lediglich Rang zehn belegen, aber "die Spielfreude ist immer noch da", wie Kompany unterstrich. Man kann dem Coach da durchaus zustimmen. Bei Kantersiegen wie gegen Union Berlin (7:0) oder Bodö Glimt (5:0) ließen es die Münchner in gewohnter Manier krachen. Beim 2:2 in Augsburg erzielte der Rekordmeister nicht weniger als vier "Abseits-Tore". Der Offensivdrang ist noch immer gewaltig.

"Wir haben in den letzten beiden Spielen 50 Mal aufs Tor geschossen, haben viele Sachen kollektiv gut gemacht", so Kompany. Man müsse nur noch "wenige Sachen besser machen". Denn: "Wir sind nicht weit von unserer besten Version entfernt." Eine mutige These zu diesem Zeitpunkt. Sollten die Bayern die zuletzt üblichen Schönheitsfehler abstellen, wäre das Team aber zumindest in diese Richtung unterwegs ...

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