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Anbernic RG 35: Retro-Handheld für Einsteiger startet bei 38 US-Dollar

Technologie

Ein wenig überraschend und ohne vorherige Ankündigung hat Anbernic mit dem RG 35 ein neues Linux-Handheld veröffentlicht. Mit einem Einstiegspreis von 38 US-Dollar fällt die Hardware entsprechend einfach aus, dennoch könnte das Gerät für viele Spieler einen günstigen Einstieg in die Welt des Retro-Gamings darstellen.

Fast aus dem Nichts

Üblicherweise begleitet Anbernic die Vorstellung neuer Modelle bereits Wochen oder sogar Monate vor deren Veröffentlichung mit immer neuen Informationshäppchen. Beim jetzt erschienenen RG 35 verzichtet der chinesische Spezialist für Retro-Gaming hingegen vollständig auf dieses Vorgehen und dürfte damit für eine Überraschung gesorgt haben, da im Vorfeld keinerlei Marketing stattgefunden hatte. Zudem fällt die Veröffentlichung unmittelbar mit der Markteinführung des RG 55G1 zusammen, der erst seit wenigen Tagen erhältlich ist. Beide Handhelds sprechen allerdings völlig unterschiedliche Zielgruppen an, sodass sie sich gegenseitig kaum überschneiden sollten.

Einfache und ältere Hardware

Beim RG 35 beschränkt sich Anbernic bislang auf eine einzige Konfiguration mit 1 GB RAM und 32 GB internem Speicher. Unklar bleibt dabei, ob tatsächlich ein fest verbauter Speicherchip zum Einsatz kommt oder Anbernic angesichts des niedrigen Preises auf eine Lösung per SD-Karte zurückgreift. Für Letzteres könnte das Vorhandensein zweier Kartenslots sprechen. Auch beim SoC greift der Hersteller auf ältere und entsprechend kostengünstige Hardware zurück: Für die nötige Rechenleistung sorgt ein bereits 2018 vorgestellter Chip, der im mittlerweile veralteten, aber günstigen 28-nm-Verfahren gefertigt wird und vier mit bis zu 1,5 GHz taktende Cortex-A35-Kerne bietet. Für die Grafikausgabe ist eine Mali-G31-MP2-GPU zuständig. Nach Angaben von Anbernic soll die Leistung ausreichen, um Konsolen und Handhelds bis hin zu Sega Mega Drive, Game Boy Advance, Nintendo 64, Nintendo DS, Dreamcast und PSP emulieren zu können. Gerade bei anspruchsvolleren Systemen könnte sich der geringe Arbeitsspeicher allerdings als Problem erweisen.

Die Energieversorgung übernimmt ein Akku mit einer Kapazität von 3.200 mAh, der laut Hersteller bis zu sieben Stunden Spielspaß ermöglichen soll. Für die Audio-Ausgabe stehen wahlweise ein integrierter Lautsprecher oder ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss bereit. Auf weitere Ausstattungsmerkmale wie WLAN und Bluetooth muss aufgrund des niedrigen Preises hingegen verzichtet werden. Anbernic zufolge lässt sich allerdings ein externes WLAN-Modul verwenden, über das unter anderem Multiplayer-Funktionen ermöglicht werden können.

Das 3,5 Zoll große IPS-Panel löst mit 640 × 480 Pixeln auf und bietet eine vollständige Blickwinkelabdeckung sowie OCA-Vollverklebung. Gerade für ältere Konsolenspiele eignet sich diese Auflösung gut, da sie bei einigen Retro-Systemen eine Darstellung mit der doppelten nativen Auflösung ermöglicht.

Ab sofort erhältlich

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