Anbieter erhöhen die Preise: Preis-Hammer! Internet und Telefon werden teurer
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Bei zahlreichen Tarifen steigen die Monatskosten um mehrere Euro, vor allem für Neukunden, teils aber auch für Bestandskunden. Und das könnte erst der Anfang sein, erfuhr BILD aus gut informierten Branchenkreisen.
Die Deutsche Telekom hat beispielsweise zum 1. Oktober die Preise zahlreicher Internet-Tarife für Neukunden erhöht. Je nach Tarif werden ein oder zwei Euro mehr im Monat fällig. Auch bei 1&1 müssen bestimmte Bestandskunden bereits tiefer in die Tasche greifen. Und weitere Preiserhöhungen könnten nun bei Vodafone oder O2 folgen, erfuhr BILD aus Branchenkreisen.
Telekom bestätigt höhere Preise
Die Telekom bestätigte BILD die neuen Preise. „Auch für die Telekom sind die Kosten in den vergangenen Jahren gestiegen“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Deshalb passe man etwa die Preise der Breitbandtarife MagentaZuhause und Glasfaser für Neukunden an. Die Erhöhung beträgt je nach Tarif einen beziehungsweise zwei Euro pro Monat.
Die regulären MagentaZuhause- DSL -Tarife werden nach bisherigen Informationen einen Euro teurer, die Glasfaser-Tarife um zwei Euro. Der Anbieter bezeichnet die Erhöhung als „bewusst moderat“. Gleichzeitig verweist der Konzern darauf, dass Glasfaser teilweise trotz höherer Leistung günstiger bleibt als ein Kupferanschluss.
1&1-Preiserhöhungen auch für Bestandskunden
Ebenfalls zum 1. Oktober zahlt ein Teil der 1&1-Bestandskunden bis zu drei Euro mehr im Monat. Das bestätigte 1&1 auf BILD-Anfrage. Betroffen sind größtenteils Verträge, die günstiger sind als heutige Neuverträge. Als Gründe nennt das Unternehmen steigende Energie- und Betriebskosten sowie höhere Vorleistungspreise lokaler Ausbaupartner. Man habe die Preise viele Jahre stabil gehalten. Auch bei weiteren Konzernmarken, offenbar etwa sim24.de, sind vergleichbare Anpassungen möglich. Betroffene werden laut 1&1 auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen.
Experte erwartet weitere Erhöhungen
Verivox-Experte Jörg Schamberg hält weitere Preissprünge für möglich. Beide Anbieter begründen die Aufschläge mit gestiegenen Kosten, wie schon Telekom, Vodafone und O2 in den Vorjahren. Zudem steigen ab Juli 2027 die Vorleistungsgebühren für DSL‑Anschlüsse. Dann könnten auch andere Anbieter nachziehen.
Das sollten Kunden jetzt tun
Vertrag prüfen! Bei einer einseitigen Preiserhöhung während der Laufzeit kann ein Sonderkündigungsrecht bestehen. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit sind viele Verträge ohnehin monatlich kündbar. Schambergs Rat: regelmäßig Preise vergleichen und im Zweifel wechseln.