DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,69 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,36 % 65,11 USD 22:59:58 Brent +1,67 % 88,52 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,03 % 62.958,95 USD 13:57:44 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

Andrea Nahles: Agentur für Arbeit erhält mehr Einsprüche wegen KI

Technologie

Die Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, macht für die gestiegene Zahl an Einsprüchen gegen Bescheide die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) verantwortlich. Das sagte sie im Interview der Woche mit dem Deutschlandfunk. Zugleich verwies sie auf Vorteile der Digitalisierung bei der Leistungsmissbrauchsbekämpfung. »Wir stellen tatsächlich einen Anstieg bei den Widerspruchsverfahren fest«, sagte Nahles. Eine stichprobenartige Befragung in Nordrhein-Westfalen habe ergeben, dass das unter anderem an der vermehrten Nutzung von KI liege. Dadurch könnten sich die Menschen besser informieren. »Das ist ja erst mal okay, das ist ja ihr gutes Recht«, sagte Nahles. Ihre Mitarbeiter stellten die seitenlangen KI-Schriftsätze allerdings vor Herausforderungen, da die KI längere Schriftsätze anfertige und teilweise auch halluziniere. Um sich durchzukämpfen, nutzten ihre Mitarbeitenden zum Teil ebenfalls KI, das sei aber keine Dauerlösung. Zugleich nutze die Bundesagentur vermehrt digitale Lösungen bei der Entdeckung und Bekämpfung von Missbrauch von Leistungen. Mit dem Enterprise Fraud Management könnten Auffälligkeiten schneller gefunden werden, sagte Nahles. Diese würden dann an den Zoll weitergegeben, um untersucht zu werden. Nahles besorgt wegen steigender Arbeitslosenzahl Generell verändere die KI aktuell den Arbeitsmarkt, sagte Nahles. Aktuell würden etwa plötzlich Softwareentwickler entlassen, die bisher als sicherer Beruf gegolten hätten – eine Entwicklung, die sie selbst nicht vorausgesehen habe. »Da hat sich jetzt durchaus auch von der Frage, wer ist denn überhaupt betroffen von Arbeitslosigkeit, etwas verschoben.« Insgesamt zeigte sich Nahles besorgt wegen der steigenden Arbeitslosenzahl. Es habe keinen großen Sprung gegeben, trotzdem sei das eine »schlechte Entwicklung«, sagte sie. Rund drei Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit arbeitslos. Vor allem beunruhigten sie aber die über 170.000 verlorenen Stellen in der deutschen Industrie, sagte Nahles. Ausbildungsplätze fehlen Zudem wies Nahles im Interview auf die Herausforderungen bei der Ausbildung hin. Auch hier sei die Wirtschaftskrise zu spüren. Im aktuellen Jahr seien der Agentur 433.000 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet worden. »Das sind allerdings 7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr«, sagte Nahles. 162.000 davon seien noch unbesetzt. Deshalb sei trotz des angebrochenen Ausbildungsjahres auch noch eine Nachvermittlung möglich. 2,9 Millionen jungen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren hätten aktuell keinen beruflichen Abschluss in Deutschland, sagte Nahles, das mache ihr Sorge. 62.000 junge Leute gingen jährlich ohne Schulabschluss von der Schule. Ein Drittel davon arbeite aber mit der Agentur im Schnitt zusammen, um trotzdem noch an einen Abschluss zu kommen.

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