DAX +0,61 % 26.459,88 Pkt 13:46:50 MDAX +0,60 % 32.459,22 Pkt 13:46:51 Euro Stoxx 50 +0,30 % 6.559,24 Pkt 13:46:30 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,37 % 4.453,80 USD 13:51:44 Silber +1,17 % 65,87 USD 13:50:52 Brent +0,55 % 89,01 USD 13:51:22 WTI +0,19 % 82,56 USD 13:51:40 Bitcoin +1,16 % 63.548,43 USD 14:01:43 EUR/USD +0,53 % 1,15960 USD 14:00:57 EUR/GBP +0,02 % 0,85510 GBP 14:01:50 EUR/CHF -0,03 % 0,93870 CHF 14:01:50 EUR/JPY +0,37 % 184,572 JPY 14:01:51

Android-Handys als Kartenleser: Gefährliches Malware-Team stiehlt Kontodaten und räumt Konten leer

Technologie

Sicherheitsforscher haben eine neuartige Betrugsmethode identifiziert, bei der eine bisher unbekannte Schadsoftware namens „WindRelay“ mit dem bekannten Spionageprogramm „SpyNote“ kombiniert wird. Diese gefährliche Doppelfunktion ermöglicht es Angreifern, fremde Mobiltelefone vollständig zu kontrollieren und kontaktlose Bezahldaten live abzugreifen. Opfer verlieren dadurch in kürzester Zeit die Kontrolle über ihre Konten. Kriminelle nutzen persönliche Daten für Täuschung und installieren Spionage-App Wie das Sicherheitsunternehmen „Group-IB“ berichtet, beginnt der Betrug mit einem manipulativen Telefonat. Die Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und bewegen das Opfer dazu, die Spionage-App „SpyNote“ auf dem Telefon zu installieren. Diese Anwendung wird individuell für das Opfer erstellt und trägt dessen echten Namen. Ein solcher psychologischer Trick soll jeglichen Verdacht im Keim ersticken. Zweite Schadsoftware fängt Kreditkartendaten ab Nach der ersten Installation schleusen die Betrüger über den eingerichteten Fernzugriff unbemerkt eine zweite App namens „WindRelay“ auf das Gerät. Das Opfer wird während des laufenden Gesprächs angewiesen, seine physische Bankkarte an das Smartphone zu halten. Die neue Schadsoftware fungiert wie ein gefälschtes Bezahlterminal, liest die Daten der Karte aus und leitet sie in Echtzeit an die Kriminellen weiter. Diese können die Daten sofort für Einkäufe oder Bargeldabhebungen an manipulierten Automaten nutzen. ANZEIGE ANZEIGE Deutlicher Anstieg bei kontaktlosem Kreditkartenbetrug Diese Masche ist Teil eines massiven weltweiten Trends bei Cyberangriffen auf die sogenannte NFC-Technologie von Smartphones. Wie der IT-Sicherheitsdienstleisters „Kaspersky“ berichtet, ist die Zahl der blockierten NFC-Attacken auf Android-Geräte Anfang 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 188 Prozent gestiegen. Laut „Group-IB“ können die Täter durch die Kombination der beiden Programme neben den direkten Kartenzahlungen parallel auch unberechtigte Online-Kredite im Namen der Opfer beantragen. Bundesministerium warnt vor Missbrauch von bargeldlosen Zahlungsmitteln Bei einem Missbrauch bargeldloser Zahlungsmittel wie Giro- oder Kreditkarten, Online-Banking und Bezahl-Apps können finanzielle Schäden entstehen. Unbefugte erlangen dafür Karten, Zahlungsdaten oder Zugangsdaten und buchen unberechtigt Geld ab oder bestellen Waren. Solche Taten sind strafbar, etwa als Betrug oder Computerbetrug, warnt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). Besonders häufig werden Daten durch Phishing gestohlen. Alarmzeichen sind unberechtigte Abbuchungen, nicht veranlasste Kartenzahlungen, geänderte Zugangsdaten oder nicht bestellte Waren und Rechnungen. Auch der Verdacht auf Schadsoftware sollte laut BMJV ernst genommen werden.

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