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Android-Nutzer in Gefahr: Neue Anatsa-App tarnt sich als harmloser PDF-Reader

Allgemein

Eine vermeintlich praktische Anwendung für Mobilgeräte sammelte unbemerkt Banking-Daten. Das IT-Sicherheitsforschungsteam „Zscaler ThreatLabz“ warnt vor der drohenden Gefahr durch diese Schadsoftware. Eine gefälschte Reader-App für PDF-Dokumente war im Google Play Store im Angebot und diente als verdeckter Verteilkanal für den gefährlichen Banking-Trojaner Anatsa.

Betrügerische Anwendung erzielt tausende Downloads

Vor ihrer Entdeckung erreichte die betroffene Anwendung bereits eine erhebliche Reichweite. Wie „Zscaler ThreatLabz“ in einem X-Post vom 8. Oktober angibt, verzeichnete das Programm im App-Store mehr als 10.000 Installationen. Google hat die App mittlerweile aus dem Play Store entfernt.

Die Angreifer nutzten die Anwendung als alltägliches Werkzeug, um Vertrauen bei den Nutzern zu erwecken. Nach der Installation stellt sie Verbindungen zu externen Servern der Cyberkriminellen her.

Angreifer können Daten von mehr als 830 Finanzinstituten stehlen

Nach dem Download der Basisanwendung laden die Hintermänner die eigentliche Schadsoftware nach. Der Banking-Trojaner zielt darauf ab, vertrauliche Finanzdaten zu erlangen. Laut „Zscaler“ hat es die Schad-Software auf inzwischen mehr als 830 Finanzinstituten abgesehen und kann so Zugangsdaten sowie Finanzinformationen stehlen. Dafür legt die Malware gefälschte Login-Seiten über echte Banking-Apps und missbraucht Android-Bedienungshilfen, um Eingaben abzugreifen.

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Die Experten von „Zscaler ThreatLabz“ schlagen deshalb Alarm und raten betroffenen Anwendern zur sofortigen Überprüfung ihrer Geräte. Solche unauffälligen Installationsprogramme helfen Kriminellen immer wieder, Sicherheitsprüfungen zu umgehen.

Dropper laden Schadcode nachträglich auf Smartphone

Bereits 2024 gab es eine größere Anatsa-Kampagne. „Zscaler“ zufolge nutzten Angreifer gefälschte PDF- und QR-Code-Reader als sogenannte Dropper, um den eigentlichen Schadcode der Software Anatsa (auch TeaBot genannt) nachträglich auf das Smartphone zu laden.

Die Anwendungen wirkten zunächst unauffällig und tarnten die zweite Schadsoftware-Stufe als legitimes Update.

Zugriff auf sensible Daten nur bei Notwendigkeit erlauben

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Apps möglichst nur aus offiziellen App-Stores herunterzuladen, wenngleich Schadsoftware auch dort vorkommen kann. Nutzer sollten die Berechtigungen installierter Apps prüfen und den Zugriff auf sensible Daten nur erlauben, wenn er für die jeweilige Funktion erforderlich ist. Lässt sich der Zugriff auf überflüssige Daten nicht einschränken, sollten Verbraucher überlegen, ob sie die App weiterhin nutzen möchten.

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