Andy Burnham: Britischer Premierminister offen für Rückkehr zu EU
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Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich einem Bericht der Zeitung „Sunday Times“ zufolge offen für eine Wiedereinführung der EU-Freizügigkeit gezeigt. In einem Interview mit der Zeitung sagte Burnham, die Art der Einwanderung nach Großbritannien habe sich seit dem Brexit „geändert“. Mehr Ausländer zögen dauerhaft ins Land, anstatt in ihre Heimatländer zurückzukehren. Man müsse darüber eine sehr sachliche Debatte führen, zitierte ihn die Zeitung. Eine Wiedereinführung der Freizügigkeit sei für Gespräche keine „rote Linie“.
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Auch viele deutsche und britische Unternehmen hoffen einer Umfrage zufolge damit einhergehend auf Erleichterungen. Das ergab eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der britischen Handelskammer in Deutschland (BCCG). 71 Prozent der Unternehmen wünschen sich von der britischen Regierung bessere Handelsbeziehungen, 73 Prozent von der Bundesregierung weniger Bürokratie. 53 Prozent der Firmen wünschen sich vor allem mehr Mobilität für Geschäftsreisende und Beschäftigte, 49 Prozent effizientere Zoll- und Grenzverfahren. Weitere Schwerpunkte sind der Umfrage zufolge die gegenseitige Anerkennung von Produktstandards (32 Prozent) und ein besserer Marktzugang für Dienstleistungen (31 Prozent).
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Warenhandel deutlich unter Vor-Brexit-Niveau
„Jetzt ist der Moment, aus Annäherung Wachstum zu erzielen. Unternehmen brauchen belastbare Zusagen: einfachere Grenzen, berechenbare Visa und Regeln, die im Alltag funktionieren“, sagte BCCG-Präsident Michael Schmidt.
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Der Warenhandel liegt trotz guter Geschäfte deutlich unter dem Niveau von vor dem Brexit. Zwischen 2015 und 2025 sank das Handelsvolumen trotz zum Teil kräftig gestiegener Preise um sieben Prozent auf 118,4 Milliarden Euro im Jahr. Gleichzeitig planen 61 Prozent der befragten Unternehmen im laufenden Jahr keine Investitionen im Vereinigten Königreich. Als großes Investitionshemmnis wird die politische Unsicherheit dort genannt (35 Prozent).
Burnham hatte zuletzt mehrfach deutlich gemacht, dass es dem Vereinigten Königreich durch den Brexit schlechter gehe als vor dem EU‑Austritt. Am 20. November ist in Brüssel das nächste Gipfeltreffen der britischen Regierung mit der EU geplant. Erwartet werden weitere Schritte zur Annäherung.
dpa/Reuters/shem