DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Andy Burnham wird neuer Premier: Deutschland sollte genau hinschauen

Welt

Startseite Politik Andy Burnham wird neuer Premier: Deutschland sollte genau hinschauen Von: Simone Toure Uns auf Google folgen Großbritannien bekommt einen neuen Premier – schon wieder. Andy Burnham steht vor einer extrem schwierigen Aufgabe, kommentiert Simone Toure. Der siebte Premier in zehn Jahren: „Die spinnen, die Briten“, würde Obelix wohl sagen. Doch ist die Krise in Großbritannien zu ernst, um einfach kopfschüttelnd darüber hinwegzusehen. Die Bundesregierung in Berlin sollte Andy Burnham, der am Freitag neuer Labour-Chef wurde und damit nun das Krisenmanagement in der Downing Street 10 übernimmt, genau beobachten. Die Probleme auf der Insel sind ähnlich wie die in Deutschland: Spardruck, lahmende Wirtschaft, gestiegene Lebenshaltungskosten, gesellschaftliche Risse, erstarkende Rechtspopulisten. Eine Mischung, die die Demokratie bedroht, an der Themse wie an der Spree. Andy Burnham wird neuer Premier: Auf Starmer-Nachfolger wartet harter Job Burnham kennt das Gegenrezept: Als Bürgermeister von Manchester überzeugte der „König des Nordens“ mit sicherer Wasserversorgung und günstigem Nahverkehr – konkreten Lösungen für Alltagsprobleme. Ein Lehrstück in bürgernaher Politik, auch für deutsche Politiker. Allerdings sind kommunalpolitische Erfolge nur schwer auf nationale Ebene zu übertragen. Das hat Boris Johnson gezeigt: Der Tory war als Bürgermeister von London außerordentlich respektiert, verspielte diese Beliebtheit als Premier aber rasch. Burnham, der noch kein klares innenpolitisches Konzept vorgelegt hat, könnte das gleiche Schicksal einholen. Immerhin kann er kaum noch schlechter abschneiden als seine zahlreichen Vorgänger. Nicht minder schwierig wird es außenpolitisch: Mit Starmer verlieren Deutschland und seine NATO-Partner einen Antreiber in der Ukraine-Hilfe und einen wichtigen Gefährten im heiklen Eiertanz mit US-Präsident Trump. Ob Burnham diese Lücke füllen kann, ist offen – er ist in dieser Hinsicht ein unbeschriebenes Blatt. Trumps Spott, er sei nur „Bürgermeister einer Stadt“, setzt den Ton. Dem Mann aus Manchester steht ein harter Job bevor. Dass er schwere Arbeit nicht scheut, hat er als Regionalpolitiker bewiesen. Wenn er in Westminster den richtigen Zaubertrank zustande bringt, der die Briten zehn Jahre nach dem Brexit-Votum eint und stärkt, kann das für Deutschland ein hoffnungsvoller Impuls für den Umgang mit Scharfmachern hierzulande sein. Scheitert Burnham wie seine glücklosen Amtsvorgänger, verliert Berlin wohl endgültig einen strategischen Partner im Kampf gegen Trump und Co.

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