Angriffe auf Russlands Amazon
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj entlässt seinen Oberkommandeur Syrskyj – Angriffe auf Russlands Amazon Von: Simon Schröder, Felix Busjaeger, Franziska Schwarz, Stephanie Munk, Teresa Toth, Christian Stör Uns auf Google folgen Aktuelle News zum Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe auf Krim und Südrussland. Selenskyj trennt sich von seinem Armeechef. Der Ticker. Update, 8:00 Uhr: Unternehmenschefin Tatjana Kim hat am Morgen die neuen Angriffe auf den größten russischen Online-Händler Wildberries bestätigt. Ziel seien die Lagerhallen in den Städten Krasnodar und Newinnomyssk gewesen, gab Kim bekannt. Mehrere Menschen seien verletzt worden, teilte sie mit. Am Samstag waren bei ukrainischen Drohnenangriffen nach russischen Angaben ebenfalls Wildberries-Lagerhallen getroffen worden. Dabei seien acht Mitarbeiter getötet und Brände ausgelöst worden, was zu Störungen im Betrieb geführt habe. Wildberries wird oft als Russlands Amazon bezeichnet. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew greift erneut Russlands größten Online-Händler an Update, 22. Juli, 6:30 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ziele tief im russischen Hinterland angegriffen und nach Angaben von Monitoring-Kanälen erneut Schläge gegen russische Einzelhandelslogistik geführt. In Krasnodar sollen neben einem Lager des Onlinehändlers „Wildberries“ auch ein Lkw-Parkplatz und Wohngebäude getroffen worden sein, berichtete Supernova Plus. Ein weiteres Logistikzentrum desselben Unternehmens in Newinnomyssk, Region Stawropol, stand laut Exilenova Plus nach dem Angriff in Flammen. Angriffe gab es auch auf der Krim: Dort kam es nach Drohnenangriffen auf zwei Umspannwerke in Massandra und der nahe gelegenen Stadt Jalta zu flächendeckenden Stromausfällen, wie der Telegram-Kanal Supernova Plus berichtete. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war zunächst nicht möglich. Selenskyj entlässt Armeechef Syrsky Update, 21:47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Oberkommandeur der ukrainischen Streitkräfte Oleksander Syrskyj entlassen. Sein Nachfolger soll Mykhaïlo Drapatiy werden. Das verkündete Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal. Selenskyj schrieb in einem Statement: „Es ist eine Tatsache, dass Oleksandr Syrskyj bei der Verteidigung von Kiew und in der Region Charkiw Erfolge für die Ukraine erzielt hat […]“. Er sei Syrskyj und „jedem unserer Soldaten dankbar für die starken Frontstellungen der Ukraine“. Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele. Update, 21:34 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich erneut mit dem entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow getroffen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Bereits zum sechsten Mal in Folge gingen in Kiew und anderen ukrainischen Städten Menschen auf die Straße, um gegen Fedorows Absetzung zu protestieren und die Entlassung von Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj zu fordern. Über den Inhalt des Gesprächs zwischen Selenskyj und Fedorow wurden keine Details bekannt. Update, 20:35 Uhr: Die Ukraine hat auf dem russischen Militärflughafen Khalino in der Oblast Kursk einen MiG-29-Kampfjet sowie ein Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 zerstört. Das berichtet der Kyiv Independent. Die Angriffe führte die 15. Artillerie-Aufklärungsbrigade „Schwarzer Wald“ durch, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Das Pantsir-S1-System zählt zu Russlands modernsten Luftabwehrsystemen und wird unter anderem zum Schutz militärischer Anlagen vor ukrainischen Drohnenangriffen eingesetzt. Laut dem ukrainischen Geheimdienst SBU kostet ein einzelnes System zwischen 15 und 20 Millionen US-Dollar. Der Generalstab erklärte, die Schläge seien Teil der breiteren ukrainischen Bemühungen, Moskaus Kriegsfähigkeit im Ukraine-Krieg zu schwächen. Nordkorea bekräftigt Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg Update, 18:47 Uhr: Nordkorea hat seine Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine bekräftigt. Pjöngjangs Rückendeckung für die „gesamte Innen- und Außenpolitik der Russischen Föderation“ sei „unerschütterlich“, erklärte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA anlässlich eines Besuchs der nordkoreanischen Außenministerin Choe Son Hui in Moskau am Dienstag. Russlands Vorgehen diene dazu, „die Ursachen des Ukraine-Konflikts zu beseitigen sowie die nationale Souveränität, die territoriale Integrität und die internationale Gerechtigkeit zu verteidigen“, fügte KCNA hinzu. Moskau habe Pjöngjang seinerseits die volle Unterstützung bei der Wahrung der nordkoreanischen Souveränität zugesichert. Nach Premierwechsel in Großbritannien: Moskau hat „keine Hoffnung“ auf bessere Beziehungen Update, 17:04 Uhr: Der Kreml hat nach eigenen Angaben „keine Hoffnung“ auf bessere Beziehungen zu Großbritannien unter dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham. „Eine seiner ersten Amtshandlungen war, Beistandsbekundungen für die Ukraine abzugeben und damit zu zeigen, dass er alles in seiner Macht Stehende tun wird, um den Krieg fortzusetzen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. Update, 15:29 Uhr: Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal unweit der britischen Küste eine Übung mit scharfer Munition abgehalten. Die halbstündige Übung in internationalen Gewässern habe am Montag rund 40 Seemeilen (74 Kilometer) südlich der britischen Stadt Plymouth stattgefunden, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Dienstag. Die Besatzung des Kriegsschiffes habe zunächst ein britisches Kriegsschiff, die „HMS Tyne“, über die geplante Übung informiert und aufgefordert, sich in eine sichere Position zu bringen. „Die Übung wurde in der Folge in internationalen Gewässern abgehalten und dauerte 30 Minuten“, erklärte das Verteidigungsministerium in London. Die britische Marine habe die Übung überwacht. Russische Angriffe im Ukraine-Krieg – mindestens drei Tote Update, 14:32 Uhr: Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von zwei Todesopfern und mehreren Verletzten in Saporischschja im Südosten des Landes. Russland habe mit Gleitbomben ein gewöhnliches mehrstöckiges Wohnhaus angegriffen, schrieb er auf der Social-Media-Plattform X. Auch in Cherson im Süden des Landes wurde Selenskyj zufolge ein Mensch getötet und zwei weitere wurden verletzt. Das russische Militär habe dabei Gleitbomben und Drohnen eingesetzt. Er beklagte auch zwei Verletzte nach Angriffen auf die Stadt und die Region Odessa am Schwarzen Meer. In seinem Post teilte Selenskyj mehrere Fotos, die brennende Häuser und Autos zeigen. Es sei wichtig, dass die Europäische Union das 21. Sanktionspaket verabschiede, die Partner der Ukraine das angegriffene Land weiter unterstützten und Waffen schnell geliefert würden, schrieb er weiter. UN mit neuen Zahlen zu getöteten Zivilisten im Ukraine-Krieg – Anstieg von 37 Prozent Update, 13:17 Uhr: Die Zahl der getöteten Zivilisten im Ukraine-Krieg ist nach Angaben der Vereinten Nationen stark gestiegen. In der ersten Jahreshälfte habe die UN-Menschenrechtsmission in der Ukraine (HRMMU) „1396 zivile Todesopfer und 7978 verletzte Zivilisten dokumentiert“, erklärte deren Leiterin Danielle Bell am Dienstag (21. Juli) in Genf. Dies entspreche einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Russland bestreitet zwar, zivile Ziele anzugreifen, allerdings überzog Moskau zuletzt ukrainische Städte massiv mit Luftangriffen. Auch Kiew hat seit einigen Monaten seine Angriffe auf russisches Gebiet verstärkt. Die ukrainische Regierung spricht dabei von Vergeltung für die seit mehr als vier Jahren andauernden Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet und will damit vor allem die russische Energie-Infrastruktur treffen. Ukraine-Krieg: Generalstab nennt aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten Update, 12:24 Uhr: Russland hat seit Beginn seiner Vollinvasion in der Ukraine mehr als 1,4 Millionen Soldaten verloren. Allein am vergangenen Tag verzeichnete Moskau laut dem ukrainischen Generalstab auf Facebook 1.370 weitere Personalverluste für Russland. Neben den Mannschaftsverlusten dokumentiert der Generalstab auch massive Einbußen bei schwerem Gerät: Demnach hat Russland bislang 12.161 Panzer, 24.978 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 438 Flugzeuge und 354 Hubschrauber verloren. Die eigenen Verluste gibt Kiew aus Gründen der operativen Geheimhaltung nicht bekannt. Machtkampf in ukrainischer Militärführung Update, 11:02 Uhr: Der Streit an der Spitze der ukrainischen Militärführung weitet sich aus – Präsident Wolodymyr Selenskyj prüft Bloomberg zufolge, Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj durch Generalmajor Mychajlo Drapaty zu ersetzen. Das berichtet die Kyiv Post. Elf Kandidaten sollen demnach in der Diskussion sein, eine endgültige Entscheidung stehe noch aus. Hintergrund ist ein tiefer Riss zwischen Syrskyj und dem entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow: Dieser hatte dem Militärchef vorgeworfen, Reformen blockiert und Selenskyj ein Ultimatum gestellt zu haben. Syrskyj wies die Vorwürfe zurück und mahnte zur Einheit: „Der Krieg wird durch echte Arbeit gewonnen, nicht durch öffentliche Dramen“, schrieb er laut Bloomberg. Ukraine-Krieg aktuell: Brand in einem Heizkraftwerk in Russland nach Explosionen Update, 9:52 Uhr: In der russischen Stadt Lipezk ist in der Nacht nach Explosionen ein Feuer im Bereich des örtlichen Heizkraftwerks ausgebrochen. Zuvor war in der Region Raketenalarm ausgelöst worden. Laut der Ukrajinska Prawda unter Berufung auf verschiedene Quellen brach der Brand im Bereich des Heizkraftwerks sowie des Stahlwerks NMLK aus. Was genau getroffen wurde, war zunächst unklar. Bereits am Montag hatten russische Behörden nach eigenen Angaben mehr als 400 Drohnen über der Moskauer Region abgefangen – dabei wurden in sozialen Netzwerken Einschläge und Brände gemeldet, unter anderem im „Wildberries“-Logistikzentrum in Podolsk. Russisches Kriegsschiff schießt mit scharfer Munition Update, 8:55 Uhr: Ein russisches Kriegsschiff hat ein Artillerie-Manöver rund 74 Kilometer vor der englischen Küste durchgeführt. Die Royal Navy begleitete das Schiff dabei durchgehend und hält es weiterhin unter Beobachtung. Das britische Verteidigungsministerium erklärte laut Sky News: „Ein russisches Kriegsschiff, das von der Royal Navy beschattet wurde, führte gestern in internationalen Gewässern – etwa 40 Seemeilen südlich von Plymouth – eine Schießübung mit scharfer Munition durch.“ Experten sehen in derlei Aktionen ein wachsendes Muster russischer Spionage und Einschüchterungsversuche gegenüber westlichen Staaten. Ein russisches Kriegsschiff, das von der Royal Navy beschattet wurde, führte gestern in internationalen Gewässern – etwa 40 Seemeilen südlich von Plymouth – eine Schießübung mit scharfer Munition durch.