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Angry Anderson ist tot: Rose-Tattoo-Sänger mit 79 Jahren gestorben

Unterhaltung

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Australischer Hardrocker Rose-Tattoo-Sänger Angry Anderson ist tot

Mit kahlem Kopf und bluesigem Gesang prägte er die Rockband Rose Tattoo, die in den Achtzigern in Australien Hits hatte und auch in Deutschland populär war. Nun ist Angry Anderson gestorben, er wurde 79 Jahre alt.

23.09.2026, 16.24 Uhr

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Er war einer der legendären Rocksänger Australiens: Angry Anderson definierte mit seiner Band Rose Tattoo ab 1976 neben AC/DC den bluesbasierten Hardrock, der allgemein mit Australien assoziiert wird. Dank seiner markanten Glatze und seines grimmigen Mienenspiels etablierte er sich aber auch jenseits der Rockmusik als Charakterkopf. So war er zum Beispiel 1985 an der Seite von Tina Turner im dritten Teil von »Mad Max« zu sehen.

Wie seine Kollegen von Rose Tattoo und seine Familie auf dem Facebook-Account der Band mitgeteilt haben, ist Angry Anderson in der Nacht zu Montag in Australien gestorben. Sie würdigten Anderson als »hingebungsvollen Vater« und »sehr geschätztes Mitglied der Musik- und Entertainmentszene«.

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Im August waren Rose Tattoo durch Europa getourt und hatten unter anderem einen gefeierten Auftritt beim Heavy-Metal-Festival in Wacken . Die Konzerte waren unter dem Titel »One Last Ride« angekündigt, was nach Abschiedstournee klang. Die Tour wurde abrupt unterbrochen, als Angry Anderson »aufgrund eines gesundheitlichen Problems« ins Krankenhaus musste. »Wir sind zutiefst bestürzt darüber, dass wir diese Tournee nicht fortsetzen und die verbleibenden Konzerte nicht mit euch teilen können«, schrieb das Management der Band.

In ihren Songs kultivierte die fünfköpfige Band eine Mischung aus gefährlichem Auftreten und machistischer Romantik. Zu ihren bekanntesten Songs zählen Titel wie »Bad Boy for Love«, »Rock ’n’ Roll Outlaw« und »Stuck on You«. In ihrer australischen Heimat landeten die Musiker zwischen 1977 und 1987 zahlreiche Hits. In Großbritannien war eine Solosingle des Sängers, der bürgerlich Gary Stephen Anderson hieß, der größte kommerzielle Erfolg: »Suddenly« kam auf Platz drei der britischen Charts, nachdem der Song in der Seifenoper »Neighbours« bei der Hochzeit der von Jason Donovan und Kylie Minogue gespielten Figuren lief.

In dieser Phase in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre überstrahlte Angry Andersons persönlicher Ruhm die Bekanntheit der Band Rose Tattoo, die sich 1987 auflöste. Das hatte auch mit Andersons Auftritt als Teil der Sicherheitstruppe von Aunty Entity (Tina Turner) in »Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel« zu tun. 1992 trat Angry Anderson als König Herodes im Musical »Jesus Christ Superstar« auf.

1993 kamen Rose Tattoo kurzfristig wieder zusammen, um auf ausdrücklichen Wunsch von Guns N’ Roses in deren Vorprogramm bei der Australientour zu spielen. Von 1998 an traten sie wieder regelmäßig auf – auch nach der Krebserkrankung des Slidegitarristen Pete Wells, der 2006 an der Krankheit starb.

Der Ruhm von Rose Tattoo in Deutschland war in dieser Phase wohl auf dem Höhepunkt. 2005 spielte die Band auf dem Lausitzring bei einem Festival der Böhsen Onkelz vor 120.000 Zuschauern. Die Alben »Pain« (2002) und »Blood Brothers« (2007) kamen auch in Deutschland in die Charts.

feb

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