Anhalt abwenden“ – Ramelow fordert Zusammenarbeit von Linke und CDU
Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat für eine Kooperation von CDU und Linke plädiert, um eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhindern. „Wer Schaden vom Land Sachsen-Anhalt abwenden will, der muss also in der Lage sein, über Parteigrenzen hinweg miteinander zu reden“, sagte Ramelow dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Es ist die CDU, die rumeiert, statt zu sagen: Wir arbeiten bei Themen zusammen, bei denen wir zusammenarbeiten können.“ Ramelow ist heute Vizepräsident des Bundestages. In Thüringen gibt es eine Zusammenarbeit zwischen Linke und CDU seit Jahren – die Mehrheitsverhältnisse im Landtag erfordern es, weil alle Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. Zuvor hatte bereits der Linken-Bundesvorsitzende Luigi Pantisano eine Wahl des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze zum Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt nicht ausgeschlossen. Seine Partei habe in den vergangenen Jahren wiederholt Verantwortung gezeigt, sagte Pantisano am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“. Das sei in Thüringen so gewesen, aber auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt. „Es geht darum, zu verhindern, dass eine rechtsextreme Partei an die Macht kommt“, sagte der Parteichef mit Blick auf die Stärke der AfD in den Umfragen. Diesen zufolge könnte Schulze als derzeit amtierender Ministerpräsident nur mit den Stimmen der Linkspartei wiedergewählt werden. CDU schließt Zusammenarbeit mit Linke und AfD aus Schulzes’ CDU schließt aber sowohl eine Zusammenarbeit mit der AfD als auch mit der Linken aus. Pantisano sagte, die Frage sei, ob Schulze angesichts der Umfragen bereit sei, Verantwortung zu übernehmen.