Anhalt – Reichinnek stellt CDU Bedingungen für Zusammenarbeit
Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek stellt der CDU in Sachsen-Anhalt Bedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit im Falle einer Minderheitsregierung. „Wir werden mit niemandem zusammenarbeiten, der am Ende AfD-Politik umsetzen will“, sagte Reichinnek der „Augsburger Allgemeinen“ vom Donnerstag.
Die Linke wolle „Verbesserungen für die Menschen“ erreichen. Ihre Forderungen müssten sich daher „klar im Haushalt niederschlagen, denn dort wird es für den Alltag der Menschen konkret“, sagte die Linke-Politikerin, die ursprünglich aus Sachsen-Anhalt stammt.
Reichinnek kritisierte den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU für eine Kooperation mit der Linken, obwohl die Partei in Sachsen und Thüringen faktisch zusammenarbeite. „Dass die Union ihre Brandmauer zur Linken weiter hochzieht, während sie die zur AfD Stück für Stück zertrümmert, sagt ja auch eine Menge über diese Partei aus“, kritisierte sie.
„Aber dass die Bundesregierung in einer Situation, in der die Menschen auf dringend notwendige Entlastungen warten, zu einer teuren Kaffeefahrt mit offenem Brainstorming zusammenkommt, grenzt an Arbeitsverweigerung“, sagte die Linke-Fraktionschefin mit Blick auf die Kabinettsklausur in Neuhardenberg am Dienstag und Mittwoch. Bei den Menschen wachse der Frust, weil sie das Gefühl hätten, dass die Politik ihnen nicht zuhöre.